Dick, dicker, am dicksten – Metapaper präsentiert Multiloft


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Der Trend zu immer dickeren Visitenkarten oder Mailings hält ungebrochen an. Die normalen Papiergrammaturen pder Kartons reichen da schon lange nicht mehr aus. Es wird kaschiert was das Zeug hält, um aus dick, dicker und am dicksten zu machen. Seit Ende Juni 2013 vermarktet Metapaper in Europa die von Mohawk und Convertible Solutions USA entwickelte Papiertechnologie Multiloft. Die innovative Papiertechnologie Multiloft ermöglicht es, in Minuten hochwertige Karten jeder Art im Digital- und Offsetdruck bis zu einer Dicke von 1.300 g/m2 und mehr zu produzieren – mit und ohne Farbkern und in jeder gewünschten Auflage. Multiloft eignet sich damit optimal für hochwertige und sehr haptische Visitenkarten, Einladungen, Gutscheine, Tischaufsteller etc.

 

Multiloft gibt es passend zur Metapaper Logik in der Papieroberfläche Extrarough und in den Weißtönen White und Warwmhite, und damit abgestimmt zu den Briefumschlägen, Versandhülllen und allen anderen Papieroberflächen im Metapaper Sortiment. Die Farbkerne gibt es ebenfalls in beiden Weißtönen sowie in Schwarz und Rot. Die Funktionsweise ist einfach: Das Multiloft Cover-Papier ist auf der einen Seite bedruckbar, die zweite Seite ist mit einem Kontaktkleber vorkonfektioniert. Je nach gewünschter Dicke der Karte wird die entsprechende Anzahl der Papierbogen aufeinander gestapelt. Der Kontaktkleber reagiert dann unter Druck auf sich selbst.

 

Eine Karte mit 925 g/m2 und rotem Innenkern besteht zum Beispiel aus drei Schichten Papier, den beiden weißen Cover-Papieren in 325 g/m2, die je einseitig bedruckt werden und dem roten Insert mit 275 g/m2, das auf beiden Seiten mit dem Kontaktkleber versehen ist.

 



Visitenkarte made by Rastersysteme


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Druck- und typografieaffine Webdesigner? Ja es gibt sie und einer ist Stephan Zavodny aus Berlin. In seinem Blog schildert er sozusagen das Making-of seiner eigenen Visitenkarten. Hier beschreibt er seine Motivation sich bei dem Aushängeschild an einen Druckexperten wie Martin Z. Schröder von der Druckerey zu wenden.

 

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»Für meine neuen Visitenkarten wollte ich nicht nur eine außergewöhnliche Schrift, auch die Art des Drucks war mir enorm wichtig. Dabei kam eine Karte aus dem üblichen Offset-Druck oder noch schlimmer aus dem Digitaldruck, die man gefühlt in neun von zehn Fällen in der Hand hält, nicht in Frage. Nein, ich wollte etwas Besonderes. In meinen Bookmarks fand ich dann per Zufall einige Beispiele, die im amerikanischen Letterpress-Verfahren gedruckt worden sind. Ich war abermals sehr angetan davon, denn bei dieser Methode entsteht durch die Hochdruckform eine Prägung im Papier – die Schattierung –, die man auf der Rückseite ertasten kann.«

 

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Beim Besuch in der Druckerey erfuhr er, dass die Visitenkarten mittels Magnesium-Klischee, eine Art Stempel, gedruckt werden müssen. Damit man die Schattierung auf der Rückseite ertasten kann, ist man gezwungen sehr hohen Druck auf das Papier auszuüben. Bleilettern würden in dem Fall zerstört werden, weil sie zu weich sind. Das Magnesium-Klischee dagegen ist hart genug und hält ohne weiteres dem Druck der Boston-Klapptiegelpresse stand.

 

Abgerundet wurde das gesamterscheinungsbild mit einem seitlichen farbschnitt in leuchtendem Grün:
»Zu guter Letzt hatte ich noch einen speziellen Veredelungswunsch und hoffte, dass mir mein Drucker diesen ebenfalls erfüllen kann: Die Visitenkarten sollten an den Kanten mit einem Farbschnitt versehen werden. Was soll ich sagen, er war nicht nur sehr angetan von der Idee, er setzte meinen Wunsch auch bestens um. Sowohl beim Anfertigen des Farbschnitts als auch beim darauf folgenden Andruck der Karten konnte ich ihm über die Schulter gucken. Heutzutage ist man es ja gewohnt, dass alles automatisch und auf Knopfdruck von statten geht. Nicht so in der Offizin von Martin Z. Schröder, hier ist präzise Handarbeit an der Tagesordnung, was ich sehr zu schätzen weiß. Abschließend lässt sich sicher festhalten, dass ich mit dem Ergebnis äußerst zufrieden bin und die Druckerey auf diesem Wege gern weiterempfehle.«

 

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Design Stephan Zavodny

Druck Hochdruck, prägender Druck mit Schattierung auf der Rückseite Martin Z. Schröder

Veredelung vierseitiger Farbschnitt Martin Z. Schröder

Papier Römerturm Precioso weiß matt 300g/m²

Format 90 mm x 45 mm
Schrift Skolar von David Březina, Label Typetogether

 

(Bildquelle: Rastersysteme)

 



»CARDOBSERVER« – Veredelungsanregungen


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Sozusagen als Ergänzung zum Artikel über Daily Poetics ist die Website »Cardobserver« geeignet, um noch weitere Anregungen für aussergewöhnlichen Visitenkarten-Designs zu finden. Stanzungen, Blindprägungen, Lacke und vieles mehr wird dort gezeigt, jedoch ohne Angaben zu den verwendeten Materialien.

 

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Römerturm-Papierkollektion für Visitenkarten


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Der Frechener Papieranbieter Römerturm bietet als Entscheidungshilfe für die Papierwahl eine Musterbox speziell für Visitenkarten an. Die Basic-Kollektion präsentiert die Papiere »Visit«, »Druckfein«, »Funktional« und »PhoeniXmotion«.

 

»Visit«, ist ein vielseitig einsetzbarer Karton für Broschüren, Kalender, Umschlag und eben Visitenkarten. Dieses Papier gibt es in der Farbe hochweiß mit den Oberflächen matt, glatt und leinen. Es ist verfügbar in 246 g/m² und 308 g/m².

 

Die ebenfalls erhältlich Creative-Kollektion enthält Muster – im Visitenkartenformat – von »Bee!« u.a. Papieren aus dem Hause Gmund, sowie »Colambo« und »Precioso«.

 

Die Schachteln  können auch z.B. für die Weitergabe an Kunden bestellt werden, entweder mit dem Aufdruck »Römerturm Feinstpapier« oder als Klarsicht-Schachtel ohne Aufdruck. Die Schachteln kosten bei Bestellungen unter 50 Exemplaren zwischen 1,80 Euro (Klarsicht) und 2,30 Euro (Papiere mit Aufdruck) pro Stück.

 



Dailypoetics – Kollektion außergewöhnlicher Visitenkarten


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Das Design von Visitenkarten bietet vielfältige Druckveredelungsmöglichkeiten. Schließlich will man mit dem ersten Eindruck überzeugen. Bei flickr gibt es ein umfangreiches Album – dailypoetics – mit teils sehr außergewöhnlichen Karten, außergewöhnlich in Konzept, Material oder Verarbeitung. Die Kollektion wurde von Kariann Burleson gegründet. Über ihre Beweggründe gibt ein Interview bei »ephemara – exploring the world by old paper« Auskunft.