Rost auf Papier gebannt


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»Kunst soll aussehen, als sei sie vom Himmel gefallen«, sagt Alf Lechner, einer der bedeutendsten deutschen Stahlbildhauer. Lechner spielt in seinen Skulpturen mit den Eigenheiten des Materials, mit unterwünschten „Fehlleistungen“, die er im Stahlbau beobachtet und vor allem lässt er die sich durch Rost und Korrosion verändernde Oberfläche aktiven Bestandteil seiner Werke werden. Über rostige Schichten verfärben sich die Plastiken in einem langfristigen Prozess und beziehen auch das Sonnenlicht in ihr Erscheinungsbild ein.

 

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Für den aktuellen Flyer der Theaterpädagogik im Lechner Museums hat das Designbüro xhoch4 Rost auf Papier gebannt. Mit Relieflack wurden Motivteile der Außenseiten bedruckt, die nun in ihrer rauen Haptik in Kombination mit hoher Papierstärke Verblüffendes verursachen. Relieflacke sind UV-härtende, hochauftragende Lacke. Auf den Untergrund wird zusätzlich eine Dickschicht aufgetragen, um bei dem Druckmotiv ein fühlbares Erlebnis zuerreichen. Die erhabene Lackschicht macht den Relieflack-Druck zur Alternative einer herkömmlichen Blindprägung – und erlaubt im Lechner-Fall eine Vorahnung auf die Skulpturenhaptik.

 

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Design: xhoch4
Druck: Offset, Biber GmbH & Co. KG
Veredelung: Relieflack, Biber GmbH & Co. KG
Papier: Römerturm Druckfein
Format: Klappfolder, DIN Lang

 

(Bildquelle: xhoch4)

 



Portraits von Druckveredlern


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Noch eine Zeitschriften-Vorstellung. Die aktuelle versio liegt schon länger im Büro, bin aber erst am Wochenende dazugekommen darin zu lesen. Interessant u.a. der Artikel »Experten für Edles« von Frank Lohmaann, der verschiedene Veredlungsspezialisten portraitiert.

 

Darunter die Veredeler Achilles, GräfeDeuschle, Rieker und Nickert sowie Druckerei wie die Cantz’sche Druckerei in Ostfildern, das Düsseldorfer Druckstudio, Heidenreich Print oder Vogt Foliendruck. Die Reihe soll fortgesetzt werden. Auch der Artikel »Emotion kommt besser an« ist lesenswert. Hier geht es um die Wirkung von Veredelung und eine bessere Positionierung eines Unternehmens durch entsprechend aufbereitete und produziert Printmedien. Der Inhaber von Vogt Foliendruck, Holger Vogt, bringt dies auf den Punkt: »Das unerwartete! ja, das ist es – nicht acht oder 16 Seiten Hochglanz.«

 

Peter Reichard