Laser für den Leser – Das filigrane Typo-Cover der novum


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Das Cover der novum 10/13, eines der führenden internationalen Designmagazine, weist mit einem im Magazinbereich noch nie gesehenen filigranen Buchstabenspiel auf den Themenschwerpunkt „Typografie“ hin. Die im Westen von München angesiedelte Designagentur „Clormann Design“ entwickelte hierfür ein Cover, das mit Lasertechnik die Botschaft „Be Bold, be light, be italic but never regular“ sowohl optisch als auch haptisch vermittelt.

 

Reizvoller Ausgangsgedanke dieser Coverproduktion war aus dem Zusammenspiel von Grafik, Papier, Druck und Veredelung ein aufmerksamkeitsstarkes Motiv zu kreieren, das sich trotz aller Besonderheiten mit einem überschaubaren produktionstechnischen Aufwand realisieren lässt. Der Grundsatz der mehrfach ausgezeichneten Agentur „Gestalten mit viel Leidenschaft und produzieren mit höchstmöglicher Qualität“ stand auch hier im Vordergrund.

 

Das gewählte Motiv ist eine durch „Weglasern“ hervorgehobene Grafikbotschaft, die durch den perfekten Einsatz eines CO2-Lasers umgesetzt wurde. Aus einer schwarz bedruckten Fläche wurden Lettern filigran freigelegt. Der kupfermetallisch funkelnde Innenteil des Covers scheint zwischen den schwarzen Buchstaben hindurch und unterstreicht die Wertigkeit dieser rundum gelungenen Veredelung.

 

Eine perfekte Vorbereitung, die Produktionsstärke von Clormann Design sowie das Engagement und die enge Zusammenarbeit mit den Produktionspartnern der Stigler Veredelungsgruppe und Kessler-Druck & Medien sorgten dafür, dass das novum-Cover etwas ganz Besonderes geworden ist. Das gute Zusammenspiel aller beteiligten Partner ermöglichte die reibungslose maschinelle Herstellung von 14.000 Exemplaren, die ab sofort als novum 10/13 erhältlich sind.

 

 

Making of novum cover 10/13 from novum magazine on Vimeo.

 

 

Details zur Produktion

Papier:
Gewählt wurde der sehr widerstandsfähige Grafikkarton Iggesund Invercote G Brush Print Silver, der mit seiner ungestrichenen Haptik auf der einen und dem silberfarbenen Glanz auf der anderen Seite überzeugt.

Druck:
Im 4c Druck ohne Sonderfarben wurde ein Kupferton auf die silberne Metallicoberfläche gedruckt. Diese innere Umschlagseite des Covers spielt auch mit dem Thema Typografie: dargestellt ist ein Typoraster, das aus kleinen “y“ besteht und mit reduzierter Deckkraft aus dem Kupferton ausgespart wurde. Die ungestrichene Seite des Covers wurde schwarz bedruckt, aus der Logo des Magazins und Texte weiß ausgespart wurden.

Lasern:
Aus der schwarzen Fläche wurden die filigranen Lettern anschließend mit einem CO2-Laser von der Veredelungsgruppe Stigler ausgelasert. CO2-Laser sind Gaslaser, die auf einem Kohlendioxid-Gasgemisch basieren, das elektrisch angeregt wird. Noch nie wurde auf einem novum-Cover Lasertechnik so großflächig und filigran eingesetzt. Jeder Bogen wurde zum Lasern einzeln eingelegt, das Ergebnis überprüft und auch per Hand an einer Seite vorgefalzt bevor das Cover automatisiert von Kessler Druck & Medien an das Heft gebunden wurde.

 



Colour Connection – Veredelung im Digitaldruck


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Die 2. Ausgabe der »Update« in diesem Jahr ist gestern bei uns hereingeflattert. Dieses Firmenmagazin der Colour Connection hat sieses Mal den Schwerpunkt Veredlung im Digitaldruck. Immer wieder spannende zu sehen was dort in Kleinst- und Kleinauflage im Digitaldruck gezaubert wird, gleich ob es um lasern, stanzen oder digitalen Weißdruck geht.

 

Hier finden Sie zahlreiche Ideen, Bilder, Tipps und Tricks und auch Preise für die verschiedensten Druckprodukte, die nicht ganz so normal sind. Ob ultraglattes, schwarzes Curious Skin in 380g oder braune Wellpappe: Bedrucken und stanzen kann man (fast) alles. Und das, wie immer bei uns, schon ab einem Exemplar.

 

Wenn Sie noch kein Update haben: Einfach per mail anfordern: info@printweb.de

 



BEYOND – Ästehtik jenseits des Sichtbaren


Via designmadeingermany bin ich vor kurzem auf die Bachelor Arbeit von Marie-Niamh Dowling aufmerksam geworden. Nicht nur wegen der typografischen Umsetzung, sondern vor allem wegen dem Einsatz verschiedener Druckveredelungen ist das Projekt sehenswert. Hier die Vorstellung des Projektes durch die Designerin:

 

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Da deutlich günstiger als konventionelle Druckverfahren oder Veredelungstechniken, konnte meine Idee durch die Innovation des digitalen Weißdrucks auch in kleiner Auflage umgesetzt werden. Der Kontrast sollte nicht in der Farbigkeit (weiß auf weiß) bestehen, sondern in der Haptik selbst und so erst in variablen Lichteinfällen überhaupt erkennbar.

 

Format: 180 x 230 mm
Druck: HP Indigo Press 5000 inkl. ElektroInk White (Digitaler Weißdruck)
Papier: LumiArt, glänzend gestrichen holzfrei weiß 115 g/m2  von Papier Union
Schutzumschlag: Polyester klar hochtransparent 125 g/m2 (Die weißen Buchstaben des Titels liegen im Verborgenen und werden erst im Spiel von Licht und Schatten sichtbar.)

 

Wassily Kandinksky: Über das Geistige in der Kunst (Das kleine Schwarze)

 

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Aufgrund der sehr schönen, matten, intensiven Farbigkeit und besonders glatten, homogenen Oberfläche, wählte ich für den kleinen Band ganz in Schwarz dieses Premiumpapier. Gleichzeitig ist es resistent gegen Fingerabdrücke und robust genug für den Laserschneider und die zu erwartenden Schmauchspuren.

 

Format: 110 x 160 mm
Druck: »Digitale Stanzen« mit dem Hochschul eigenen Laserschneider (wird normalerweise bei uns vor allem für den Modellbau der Architekten verwendet)
Papier: SKIN Curious Collection, absolut Schwarz 135 g/m2 von Antalis

 

The content is invisible

 

15 B E Y O N D

 

Format: 475 x 560 mm
Druck/Umschlag: Folienkaschierung
Papier: heaven 42, absolut weiss softmatt 135 g/m2 von Scheufelen

 

Für den dritten Band meiner Arbeit wählte ich das weltweit weißeste Papier mit softmatter Oberfläche, da mir dies als der geeignetste Projektionsgrund für Gedanken, Ideen und Phantasien schien. Gleichzeitig erforderte die Übergröße ein robustes Papier, um ein geschmeidiges Umschlagen der Seiten zu ermöglichen.

 

Die Fotografien der Arbeit stammen von Jonas Werner und die Druckerei Kanne in Ginsheim produzierte das Projekt.

 

 



Veredelungsmuster-Box der Wolf-Manufaktur


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Die Wolf-Manufaktur ist ein Unternehmen der Wolf-Gruppe aus Ingelheim und hat mit der Musterbox nun zusammengestellt, welche Leistungen sie in der Druckveredelung anbieten. Gut durchdacht und sortiert findet man nun acht verschiedene Veredelungstechniken auf elf unterschiedlichen Feinstpapieren.

Die Box enthält die Veredelungs- und Druckverfahren Letterpress, Farbschnitt, Formstanzung, Laserstanzung, partieller UV-Lack, Heißfolienprägung, Blindprägung und Offsetdruck. Alle Verfahren werden auf drei verschiedenen Papieren u.a. von Arjo Wiggins, und Gmund präsentiert. Die Pressebilder geben vielfach nicht die Veredelungen richtig wieder. Gerade für Werbe- und Designagenturen ist die Musterbox nützlich, so kann die Box auch als Argumentationshilfe im Kundengespräch verwendet werden.

 

 

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Erhältlich ist die Musterbox auf der Webseite der Wolf-Manufaktur. Mit 89 Euro (netto) ist die Box nicht ganz billig, allerdings wird der Preis bei einem Erstauftrag verrechnet.

 

Der Begriff Manufaktur ist im Zusammenhang mit der Größe und Breite der Wolf-Gruppe etwas irritierend, ebenso wie Meldungen der Wolf-Gruppe, dass man ab September u.a. Hardcover Bücher in Ungarn fertigen lässt.



Antalis Premiumkalender 2010 mit Silber prämiert


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Die Jury der Stuttgarter Kalendershow, bestehend aus dem Graphischen Klub Stuttgart, dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und dem Verband Druck und Medien, hat entschieden und unter anderem den Antalis Premiumkalender 2010 mit der Auszeichnung Silber prämiert. Unter dem Titel »Change« bietet der Wandkalender Interaktivität und Individualität. Die 12 Monatsblätter können nach Belieben mit den zugehörigen ausstanzbaren smarten Illustrations- und Fotografiekärtchen verschönert
werden. Somit wird jeder Kalender zum Unikat. Man benötigt jedoch Kleber, da die Kärtchen leider nicht auf Haftklebepapier produziert wurden.

 

 

Der Kalender bietet neben der Ästhetik des Designs den Zusatznutzen, dass der Betrachter zugleich Beispielanwendungen der exklusivem Papiere aus den Sortimenten Curious Collection und Satimat Green erhält.

 

Peter Reichard



Diplomarbeit mit Durchblick: Das Beethoven


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Im Zuge seiner Diplomarbeit wollte Oliver Schöndorfer zeigen, dass man mit einem individuellen Konzept sehr wohl ein schon eher schlecht besuchtes Kino wieder zum Leben erwecken könnte. Schöndorfer entwickelte den Namen – »Das Beethoven« –, einen variablen Leitspruch, Corporate Design, Programmhefte, Website, Außengestaltung, Werbemittel etc.

 

Interessant in Punkto Umgang mit Papier ist die Stanzung des Signets, welche sich durch alle Medien, soweit möglich durchzieht.

 

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8er-Karte für regelmäßig Kinobesucher

 

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Selbst die Popcorn-Tüte ist mit der »Corporate-Stanzung« ausgestattet

 

Peter Reichard

 



»CARDOBSERVER« – Veredelungsanregungen


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Sozusagen als Ergänzung zum Artikel über Daily Poetics ist die Website »Cardobserver« geeignet, um noch weitere Anregungen für aussergewöhnlichen Visitenkarten-Designs zu finden. Stanzungen, Blindprägungen, Lacke und vieles mehr wird dort gezeigt, jedoch ohne Angaben zu den verwendeten Materialien.

 

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