11. Mai 2011
Veredlertagung der Arbeitsgemeinschaft Druckveredelung – und eine Kritik

Die Arbeitsgemeinschaft Druckveredelung e.V. (AGV) lädt auch in diesem Jahr ihre Mitglieder sowie Interessierte zur Veredlertagung ein. Die Veranstaltung findet am 17. und 18. Juni 2011 im Hotel Sonnenhof im hessischen Dietzenbach statt. Neben diversen Vorträgen kompetenter Fachleute zu aktuellen Themen der Branche am 17. Juni organisiert der AGV zudem einen Rundgang beim Verpackungsfolienhersteller Clarus Films GmbH. Der 18. Juni ist allein den Mitgliedern für die Mitgliederversammlung vorbehalten.
»Wir haben auch 2011 ein abwechslungsreiches und informatives Programm zusammen gestellt, bei dem neben neuen Einblicken in spezielle Veredelungstemen auch der fachliche Austausch und persönliche Kontakt sicher nicht zu kurz kommen werden«, betont Dr. Manfred Becker, Vorstandsvorsitzender der AGV.
Zum Trendthema Digitaldruckveredelung und zur Vertriebspositionierung für Veredler wird Rüdiger Maaß vom Fachverband Medienproduktioner sprechen. Holger Habekus von der Leonard Kurz Stiftung & Co. KG wird sich dem Thema »Prägefolien auf verschiedenen Oberflächen« widmen. Thorsten Drews von der Achilles Gruppe und stellvertretender Vorsitzender der AGV wird die »Roadshow Veredelung« vorstellen, »Konflikte im Betriebsalltag« lautet der Vortrag von Dr. Kerstin Bruns von KB Coaching. Zudem werden am 17. Juni die Ergebnisse der von der AGV geförderten Diplomarbeiten präsentiert.
Das vollständige Programm der Veredlertagung kann auf der Homepage des AGV herunter geladen werden. Und hier möchte ich dem rein informativen Charakter des ersten Teils des Beitrages noch eine notwenidge Kritik anbringen
Eine Kritik aus Sicht eines Designers – keine halben Sachen
Aus Sicht des Designers führt die alles andere als edel gestaltete Einladung dieses Verbandes zu Kopfschütteln. Veredelung ist keine technische Angelenheit und braucht um wirken zu können hochwertiges Design. Das dürfte auch den Verbandsverantwortlichen nicht neu sein. Oder doch? Sonst kann ich mir es nicht erklären, dass zu einer solchen Veranstaltung eine Einladung wirbt, die mit Microsoft Office Publisher produziert wurde und das auf dem ästhetischen Niveaus einer metallverarbeitenden Hinterhof-Kascheme.
Es fällt mir als Designer schwer eine solche Einladung ernst zu nehmen und das erst recht bei einer Tagungsgebühr von 750 Euro für einen Tag.
Beim Programm fallen allein bei diesem kleinen Ausschnitt rund neun typografische Fehler auf.

Auch die Qualität der Grafikauflösung ist entspricht nicht auf dem Niveau, welches man von einem Berufsverband der Druckbranche erwarten sollte. Es ärgert mich, dass diejenigen, die es besser wissen sollten und mit Veredelung (!) ihr Geld verdienen, so wenig wert auf hochwertigen Gestaltung legen.














