Innovationen für das Value Added Printing auf der Frankfurter Buchmesse


Auf der Frankfurter Buchmesse 2009 vom 14. bis zum 18. Oktober präsentieren die PrintCity-Allianz-Mitgliedsunternehmen Leonhard Kurz, M-real, manroland, Sappi, UPM und Weilburger Graphics im Rahmen ihres PRINTplusX-Projekts innovative Technologien für das Value Added Printing.

Angesiedelt in dem neuen Weiβraum-Bereich der Messe, der Buch-Innovationen gewidmet ist, werden die PrintCity-Mitglieder Verlegern die qualitativen und die quantitativen Untersuchungsergebnisse zu ihrem Projekt PRINTplusX – The Secrets of Value Added sowie in diesem Rahmen hergestellte Druckmuster präsentieren.

Hier stehen Experten dieser PrintCity-Unternehmen mit Erfahrungen in innovativen Geschäftsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese Experten werden mit Buchverlegern über die stetig wachsenden Möglichkeiten des Value Added Printing (VAP) diskutieren, um Produkte im Markt zu differenzieren sowie die Aufmerksamkeit der Leser und damit letztlich die Umsätze zu erhöhen.

Alle Bereiche des Buchverlagsgeschäfts können von Value Added Printing-Technologien profitieren:

  • Buchumschläge – Paperback oder Hardcover
  • Beihefter und Textseiten von Büchern – ausgewählt, um bei den Lesern Wirkung zu erzielen
  • POS-Displays (Point of Sale) – Buchläden, Kioske oder Buchpräsentationen

Einige VAP-Technologien wie Spotlackierung, Soft-Touch-Materialien und Heißfolienprägung werden bereits eingesetzt. Andere VAP-Möglichkeiten sind bis jetzt weltweit ungenutzt geblieben. VAP kann differenzieren und verkaufen, gleichzeitig verschiedene Sinne der Konsumenten ansprechen (visuell, haptisch, aromatisch) und das Leseerlebnis verbessern. Die Untersuchungsergebnisse zeigen Folgendes auf:

  • VAP hilft, die Aufmerksamkeit der Konsumenten in dem sehr wettbewerbsintensiven Verlagsgeschäft zu erhöhen.
  • Die von Kunden am POS wahrgenommene Qualität hat einen entscheidenden Einfluss auf die spontanen/emotionalen Kaufentscheidungen, die kaum Bruchteile von Sekunden beanspruchen.
  • Die Produkttreue von Kunden (z. B. gegenüber Buchverlagen) lässt sich steigern, wenn Marken mit mehreren Sinnen wahrgenommen werden können, statt nur mit einem Sinn.

Weitere Informationen: www.printplusx.com

 

(Quelle: f-mp)



Hersteller von Pop-ups gesucht!


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Ich bekam letzte Woche eine Anfrage, ob ich Adressen von Herstellern von Pop-ups aus Papier nennen könne. Bisher konnte ich nur Kreativ Karton nennen. Klaus Kob ist zwar kein spezieller Hersteller und Entwickler von Pop-ups, aber wer solche Verpackungen entwickelt, kann auch bei dieser Spezialdisziplin sicherlich weiterhelfen.

Und heute bei der Recherche habe ich Johann Volkmer und seine Pop-ups entdeckt.

Wer hat noch weitere Adressen?

 

Peter Reichard

 

 



Vida Paper Design Award 2009 – Designhandwerk und Nachaltigkeit


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Die Designbranche feierte am 24. September 2009 im Rahmen der AGD-Jahrestagung am neuen Veranstaltungsort die Vergabe des VIDA Paper Design Awards 2009. Der VIDA Paper Design Award gilt als Gütesiegel für gutes Design auf Papier und wird von VIDA Paper in Kooperation mit der AGD (Allianz Deutscher Designer) initiiert.

Designer, Designagenturen sowie Studierende aller Designbereiche aus ganz Deutschland und darüber hinaus waren erneut dazu aufgerufen, ihre auf ungestrichenen Papieren gedruckten Arbeiten einzureichen und ihre Fähigkeiten von einer hochkarätig besetzten Jury messen und prüfen zu lassen. Die Jury setzte sich aus den AGD-Mitgliedern Sybs Bauer, Professorin Gertrud Nolte, Professor Kurt Weidemann, Dr. Aladdin Jokhosha, Dorothea Hess und der Marketingleiterin von VIDA, Lotta Fonsell, zusammen.
 

Die Aufnahme der Kategorie »Umwelt« und die Neuaufnahme des Jurymitglieds Dorothea Hess, die als echte Papierexpertin gilt, zeigen dass der Award eine lebendige Plattform für den Umgang mit dem natürlichem Gestaltungselement »Papier« ist. Es gab mehr Einsendungen als je zuvor. Gefreut hat natürlich wieder ein guter Anteil an Einsendungen auf VIDA-Papieren. Auch wenn die Einsendungen für die Kategorie Umwelt nur bei ca. 10 % lagen, spielt die Nachhaltigkeit bei vielen, auch ausgezeichneten Arbeiten, eine Rolle. Auffallend war die sehr gute handwerkliche Designleistung bei vielen Einsendungen.
 

Von den klassischen Kategorien gibt es wieder eine starke Ausgeglichenheit bei Folder/Broschüren, Büchern und Geschäftsausstattungen, den Haupteinsatzgebieten für Naturpapiere. Was auch gezeigt wurde, ist die sehr gute Bedruckbarkeit, egal, ob es sich um Bild, Farbe, Veredelung oder um Text handelt. Die eingereichten Arbeiten haben wieder einmal gezeigt, dass dem Einsatz von Naturpapieren keine Grenzen gesetzt sind, genauso wenig der Kreativität.

 

Am meisten überzeugt hat die Jury die Arbeit »Das sinnliche Hebarium der Heilkräuter« der Designerin Barbara Wendt aus Braunschweig.
Laudatorin Dorothea Hess hob bei »das sinnliche Hebarium der Heilkräuter« vor, dass es sich um ein »gesamtübergreifendes Konzept, das Papier, Beduftung mit natürlichen Essenzen, Illustrationen, den Inhalt und eine handwerkliche Bindung hervorragend verknüpft. Es weckt durchgehend die Sinne des Betrachters und macht damit passend auf die Kräuterthematik aufmerksam. Der nachhaltige Gedanke ist auch in die Arbeit eingeflossen. Die handfertige Bindung, der Einsatz von feinem, leichtem Japanpapier und das Wachsen der illustrierten Seiten symbolisieren das Streben zum Erhalt der Natur.«

 

Den erstmals verliehenen VIDA Paper Junior Award erhielt die Studentin Martina Wagner für »Der Störenfried«. Hier wurde in der Laudatio hervorgehoben, dass »alle Kriterien von der Papieraffinität bis hin zur Verarbeitung voll erfüllt wurden. Eine echte Fleißarbeit mit sehr schönen genähten Illustrationen, Japanfalz und dies alles in Handarbeit geschaffen. Die Farbe des Druckträgers ist perfekt ausgewählt und dass Büttenpapier genutzt wurde, zeigt, dass Handwerk Kunst sein kann und in diesem Fall auch ist. Allein der zeitliche Aufwand ist einen Preis wert.«

 



Plattenspieler aus Papier


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Eine Plattenspieler aus Papier, angeblich soll er sogar funktionieren. Entworfen hat ihn der Designer Simon Elvins.

 

(via analogapartment)

 



»Druckreif – Grün Drucken« am 1. Oktober


image Einladung von come closer zum Vortrag »Druckreif – Grün Drucken« mit der Kommunikationsdesignerin und Pionierin nachhaltiger Druckproduktion Dipl. Des. Dorothea Hess.

»Grün drucken ist der erste Schritt sich im eigenen Büro neu und nachhaltig für einen verantwortlichen Umgang mit Ressourcen zu entscheiden. Beispielsweise verbrauchen wir in Deutschland durchschnittlich 236 kg Papier pro Jahr! Dies entspricht etwa der Papiermenge eines Harry Potter Buches pro Tag. Deutschland gehört mit 275 000 Tonnen zu dem größten Einzelmarkt für Druckfarben und –Hilfsmittel in Europa und verbraucht heute mehr Papier als der afrikanische und der südamerikanische Kontinent zusammen.

Dorothea Hess ist Expertin in der Entwicklung und Anwendung von konsequent ökologischen Druckfarben und der geeignet zertifizierten Papiere. Sie erhielt verschiedene Auszeichnungen und ist seit 2007 als Dozentin an der Akademie für ökologisches Design ‚ecosign’ in Köln tätig.«
 
Die Lecture Serie  ‚come closer’ findet im Vortragssaal des Museums für Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt statt. Einlass 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Eintritt 5,– Euro, Studentenpreis 2,50 Euro. Anmeldungen bitte über die Website www.come-closer.net



ISPIRA – neues Papier von Fedrigoni (Update)


ispiria

 

 

Der italienische Papierhersteller Fedrigoni hat ein neues Papier, namens Ispira vorgestellt. Das besondere ist die leicht gummiert wirkende, weiche Haptik. Die Oberfläche ist mit einem Spezialprimer behandelt, der das Papier so angenehm weich macht. Mittlerweile liegt mit die Papiermusterbroschüre von Ispira vor. Das Papier ist in etwa vergleichbar mit Arjo Wiggins Skin, aber nicht ganz so voluminös und wirkt dadurch technischer.Und von der Haptik her etwas massenkompatibler wie Skin, welches wohl bei einigen Menschen nicht nur ein angenehmens Gefühl hervorruft. Die Broschüre zeigt die Möglichkeiten der Bedruckbarkeit und verschiedene Veredelungs- und verarbeitungsmöglichkeiten des Papiers, wie klassische Stanzung, Laserstanzung, Heißfolien- und Blindprägung.

 

Es ist den kräftigen Farben rot, blau, braun, schwarz und weiß, jeweils in den Grammaturen 120 g/qm, 150 g/qm, 250 g/qm und 360 g/qm. Die 120g-Qualität ist für Verarbeitungen wie Kaschierung einseitig gestrichen, alle höheren Grammaturen zweiseitig. Zusätzlich sind Briefumschläge in den Formaten 22×11 cm und 17×17 cm in den Färbungen weiß, rot und schwarz erhältlich.

 

Ispira ist zudem FSC-zertifiziert undes Naturpapier mit einem hochwertigen Träger aus reiner Zellulose.

 

 

Peter Reichard

 



Kaltfolien-Veredelung


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Kaltfolienveredelung hört man immer öfters, doch was genau dahinter steckt, das wissen die wenigsten. Mir ging es genauso bis ich mich auf den mailingtagen am Stand der Druckerei Margreff informieren konnte. Im Gegensatz zur Heißfolienprägung wird bei der Kaltfolienveredelung der Bedruckstoff in keinster Art und Weise verformt. Der zweite Vorteil, der sich daraus ergibt, ist, dass die Herstellung teurer Prägewerkzeuge wegfällt. Während die Heißfolienprägung immer einen zusätzlichen Produktionsprozess offline benötigt, kann die Kaltfolien in einem Durchgang mit den Druckfarben verdruckt werden.

 

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In der Druckmaschine wird zunächst dort, wo die Folien später aufgebracht werden soll ein Kleber in einem Druckwerk aufgebracht, so dass die Folien nur dort haften bleiben. Und danach folgen die eigentlichen Druckfarben. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Folien mit konventionellen, UV- oder Hybrid-Druckfarben überdrucken lassen, so dass metallische Farbeindrück unkompliziert und realistisch zu produzieren sind.

 

Weitere Informationen dazu bekommt man über Margreff Druck oder auf der Veranstaltung Praxis Dialog am 17. September bei manroland in Offenbach:

Der 27. PraxisDialog widmet sich den Themen Veredelung und Spezialanwendung. Wie kann ein erfolgreicher Workflow von der kreativen Idee bis zum fertigen Produkt sichergestellt werden?

 

Die Referenten sind:
Peter Reichard, Geschäftsführer Typosition
Rüdiger Maaß, Geschäftsführer Fachverband Medienproduktioner e.V.
Harald Margreff, Geschäftsführer Margreff Druck und Medien GmbH

 

Der PraxisDialog Nr. 27 findet am 17. September 2009 von 10:00 bis 15:00 Uhr im Senefelderhaus bei manroland in Offenbach statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Den Teilnehmern entstehen lediglich die Reisekosten. Anmeldung unter: praxisdialog@manroland.com

 

(Bilder: Aufnahmen der Inforbroschüre »Der feine Unterschied« von Margreff)

 

Peter Reichard

 

 



Paperazzo – Leidenschaft für Papier


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Paperazzo – Leidenschaft für Papier, so nennt sich die vier mal im Jahr erscheinende Sonderausgabe des Druckspiegels. Zunächst fällt auf, dass neben dem Themenschwerpunkt die gesamte Ausgabe auf verschiedenen Papieren produziert wurden und so gleichzeitig ein Papiermusterbuch mit Anwendung.

Mit dabei sind Bilderdruckpapiere wie Allegro Gloss von Sappi, Vetrieb über Berberich Papier, extra + und Reflex von LakePaper, Coffee to Print, Vetrieb jeweils über IGEPA. Der Umschlag, verdelt mit einer Stanzung is aus Sirio Pearl von Fedrigoni.

Die Artikel behandeln u.a. das Making-of- der Paperazzo-Ausgabe, Mode aus Papier, der Trend zu mehr Nachhaltigkeit. Das sind neben einigen Kurzmitteilungen die papierrelevanten Themen, ansonsten findet man in dieser Ausgabe eine umfangreiche Doku über die Druckindustrie in China, einige Artikel über Digitaldruck sowie eine Kolumne von Prof. Rayan Abdullah.

Warum jedoch ein Schwerpunktheft gleich einen eigenen Namen bekommen muss, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Mit dem Name Paperazzo erwartete ich mehr zum Thema Papier. Allein die verschiedenen Papiere machen noch kein Magazin über Papier aus.

 

Peter Reichard

 



Vielfalt mit 52 – 8 – 23: Colour Matters


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Martin Z. Schröder hat mich mit seinem Kommentar auf Colour Matters aufmerksam gemacht, worauf ich König & Lerch anschrieb. Heute bekam ich entsprechendes Bildmaterial und umfassende Informationen von Herrn König zugeschickt.

 

52– 8 – 23, das sind nicht die nächsten Lottozahlen, sondern diese Zahlen sind die Eckdaten, die die Vielfalt von Colour Matters ausmacht.

  • 52 Farben, darunter allein 9 Blautöne

  • 8 Gewichte von 100 g/m2 bis zu gewichtigen 700 g/m2
  • 23 Prägungen ab 135 g/m2


     

Das ergibt 7.201 Kombinationsmöglichkeiten.

 

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König & Lerch sagt zu recht: »Weltweit gibt es kein Papiersortiment, das eine größere Bandbreite bietet. 
Kein Händler ist in der Lage, so ein Sortiment am Lager zu führen.
 Wir sind aber keine Händler im üblichen Sinn – wir sind Ermöglicher.

 Über uns erhältlich: Jede Spezifikation innerhalb ein bis zwei Wochen!

 Endlich alles aus einem Guss: Man kann eine Farbe in verschiedenen Stärken oder Prägungen deklinieren oder verschiedene Farben mit gleicher Prägung verwenden – eine Möglichkeit, die kein Hersteller in diesem Umfang bieten kann. Und das bei vernünftigen Preisen und Lieferzeiten von ein bis zwei Wochen. 

In 540 g/m2 und 700 g/m2 sind sogar Duplexausführungen möglich: Farbe und Farbe kombiniert. Ungeprägt und geprägt kombiniert.
Schon ab Riesmengen!«

 

Auf Anfrage erhält man zu jedem Musterfächer eine Zuordnungstabelle zur Pantone-Farbskala.

 

(Bildquelle: König & Lerch)

 

 

Peter Reichard

 

 

 



Unternehmen der Papierbranche unterstützen 11. Tage der Typografie


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Dass gerade Unternehmen aus den Bereichen Papiervertrieb und Papierverarbeitung eine Veranstaltung zu Typografie unterstützen ist eher selten, zeit aber, welchen Stellenwert diesem Thema geben. So konnten für die 11. Tage der Typografie, die vom 9. bis 11. Oktober in der Akademie Druck + Medien NRW in Düsseldorf stattfinden, dieFeinpapierspezialisten Römerturm, die Hüllenexperten der rugi Briefhüllen-Manufaktur, der Spezialpapierhersteller Neenah Lahnstein und der Maschinenhersteller für die Druckweiterverarbeitung Horizon als Partner gewonnen werden.

 

Peter Reichard