14. Tage der Typografie vom 28. bis 30. Juni in Lage-Hörste


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Die Tage der Typografie sind ein jährlich stattfindender Fachkongress, an dem Interessierte aus verschiedenen Bereichen der Druck- und Medienbranche mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund teilnehmen.
In diesem Jahr werden vom 28. bis 30. Juni im ver.di Institut für Bildung, Medien und Kunst (IMK) in Lage-Hörste Auszubildende, Studenten, Grafikdesigner, Typografen und weitere Teilnehmer Gelegenheit zum Austausch, zur Weiterbildung und Umsetzung ihrer kreativen Ideen haben.

 

Den Eröffnungsvortrag hält Andreas Koop zum Thema »schrift und macht« über das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten.

 

Der Samstag ist reserviert für intensives Arbeiten in vier parallel laufenden Workshops, deren Ergebnisse am Sonntag präsentiert und von allen Teilnehmern begutachtet werden können.

 

Niklaus Troxler, Grafikdesigner aus Willisau (CH), bietet einen Plakatworkshop zum Thema »Verantwortung« an. Im Workshop von Dirk Uhlenbrock aus Essen geht es darum, bei »Grafik gegen rechts« neue und kreative Ansätze jenseits des zerschlagenen Hakenkreuzes zu entwickeln. »Von Dessau bis Ulm« heißt es bei Lukas Hartmann, Grafikdesigner aus Basel. Hier werden neben der historischen Betrachtung im Großformat Erinnerungs- oder Protesttransparente entworfen.
Bei Tanja Huckenbeck, Designerin aus Offenbach, werden die Teilnehmer des Workshops »Modulare Schriftenwicklung« Schriften aus den Grundelementen Kreis, Dreieck und Quadrat entwickeln.

 

Begleitet werden die Tage der Typografie von der Ausstellung »»Vom Preußenschlag zum Reichstagsbrand/ Ermächtigungsgesetz – Machtergreifung der Nationalsozialisten vor 80 Jahren«.

 

Die Teilnahmegebühren betragen für Unterkunft, Verpflegung und Workshops insgesamt
225 Euro für Auszubildende, Studierende und Erwerbslose und 325 Euro für Erwerbstätige.
Bei Teilnehmer(innen), die Mitglied bei ver.di oder ­syndicom sind bzw. deren Betrieb Mitglied im Landesverband Druck + Medien Nord-West e. V. ist, reduziert sich der Betrag um 100 Euro.

 

Anmeldungsmöglichkeiten und weitere Informationen gibt es unter www.tage-der-typografie.de
Veranstalter sind das IMK mit der Akademie Druck + Medien Nord-West e. V., in Kooperation mit dem DGB-Bildungswerk NRW e. V. und der Schweizer Gewerkschaft Syndicom.



Neonfarben – Briefumschläge mit Badabummmmmm


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Von einem aktuellen Modetrend ließ sich Römerturm zu einer außergewöhnlichen Sonderedition inspirieren: Mit den neuen DIN Lang-Umschlägen in vier knalligen Neonfarben trifft das Unternehmen den Zeitgeist und den Geschmack der Kunden.
Gelb, grün, rot und pink leuchten die Umschläge aus der Limited Edition. Als ich sie vor einigen tagen in dr Hand hatte, war das Leuchten so intensiv, dass ich zumindest für kurze Zeit nicht an das graue Wetter dachte. Knallige Farben an denen man nicht vorbei schauen kann, intensiv, kraftvoll. Noch den ganzen Sommer lang werden die farbenfrohen Briefhüllen erhältlich sein. Weitere Sondereditionen zu aktuellen Anlässen und Trends sollen folgen. 
 
Aufmerksamkeit garantiert
Konzipiert sind die haftklebenden Umschläge aus 80 g/m²-Papier  unter anderem für Mailings. Ihr Vorteil: Schon beim ersten Durchsehen der Post heben sich die intensiven Farben aus der Menge der überwiegend weißen Geschäftspapiere ab. Die Neonfarbe fungiert somit als erfolgversprechender Türöffner. Auch für zukünftige Limited Editions liegen Römerturm bereits erste Ideen vor. »Uns ist wichtig, dass wir als Traditionsunternehmen wahrgenommen werden, das am Puls der Zeit bleibt«, erklärt Petra Roß. »Dabei geht es nicht darum, jedem modischen Trend hinterherzujagen, sondern als Ideengeber aufzutreten, der seinen Kunden einen echten Mehrwert bietet.«

 

Unter diesem Service-Aspekt hat Römerturm kürzlich auch »Envelopia« eingeführt, die praktische Online-Briefhüllensuche. Mit diesem Tool lassen sich im Handumdrehen alle Angaben zu den neuen Neon-Umschlägen sowie zu den rund 600 anderen Hüllen des Sortiments ermitteln. Praktische Suchfunktionen unterstützen den Nutzer dabei, schnell und unkompliziert den passenden Umschlag für den persönlichen Bedarf zu finden.

 



Typografische Grußkartensets aus Recyclingkarton (Design-RC)


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Produkte aus der Design-RC-Serie sind ein Bestseller bei rugi. Daher wurde nun das Sortiment um zusätzliche Entwicklungen rund um Briefhüllen, Karten und Büro-Organisation erweitert. Ganz neu ist eine Serie farbenfroher grafischer und typografischer Motivkarten zu verschiedenen Anlässen. Mit ihnen kann man zu verschiedenen Feiern oder gleich zur Hochzeit einladen, ­Gutscheine versenden, Glückwünsche aussprechen, zum Geburtstag gratulieren oder gute Besserung wünschen.
Außerdem gibt es ein florales und ein ornamentales Motiv, die man universell ­einsetzen kann.

 

Die Klappkarten haben geschlossen das Format DIN A6 und sind aus 350 g/m2 starkem, braunem Recyclingkarton mit warmer Haptik und unregelmäßigen, ­interessanten Einschlüssen gefertigt. Sie werden vorgenutet und ungefalzt geliefert. Drucktechnisch und materialbedingt können die Motive farblich leicht von einander abweichen. Erhältlich sind die Karten im 10er-Set mit passenden Hüllen, entweder als Einzel­motive oder sortiert, im Webshop: shop.rugi-ohg.de/index.php?cPath=15_24



GMUND: Mr Letterpress buhlt um Ms Cotton


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Mr Letterpress, ein Urahne von Johannes Gutenberg, dem Erfinder des Buchdrucks, trifft auf Ms Cotton, eine anständige, feine Dame aus Gmund am Tegernsee.
Sie lernen sich näher kennen und verlieben sich ineinander. Der erste Kuss folgt. Eine Verbindung, über die die Gmunder Papiermacher in einem eindrucksvollen Mailing an über 1000 Druckereien, Kreativagenturen und Markenhersteller in Asien, USA, Australien und Europa berichten.

 

In der Nummer eins von drei Aussendungen trifft Mr Letterpress zum ersten Mal auf Ms Cotton, einer verführerischen Erscheinung, die durch ihre schmeichelhafte Oberfläche aus 100 % Baumwolle überzeugt. Der Leser merkt schon bald,
Ms Cotton muss man einfach berühren und so streicht man verträumt über die handgemalten Zeichnungen, die im Buchdruck realisiert wurden. In dem zweiten Mailing erhalten die Empfänger Muster in 110, 300, 600 und 900 g/m², um den Buchdruck oder andere Druckverfahren auf dem weichen Baumwollpapier auszuprobieren. In der letzten Aussendung ist die Liaison von Ms Cotton und Mr Letterpress perfekt: Druckmuster von Armani, VW und Audi zeigen, wie eindrucksvoll die Verbindung sein kann.

 

Über Mr Letterpress, den Urahnen von Johannes Gutenberg
Stark und kräftig mit viel Druck werden die Buchstaben und Motive buchstäblich ins Papier gepresst. Handwerklich und voll im Trend ist Buchdruck der Senkrechtstarter in der kreativen Szene. Die Gmund Cotton Mailingkarten wurden von Sven Winterstein in seinem Druck-Atelier Letterjazz realisiert.

 

Über Ms Cotton, auch bekannt als Gmund Cotton
Ms Cotton ist so verführerisch, dass man nicht mehr ohne sie sein möchte. Schade eigentlich, dass sie nun schon vergeben ist. Zart und weich aus 100 % Baumwolle.
Voluminös und dennoch federleicht mit einem Papiervolumen von 2.0. Klassisch und elegant in den Farben Linen Cream, New Grey, Gentlemen Blue, Power Blue und dem zart schimmernden Shiny Cream. Gewichtig und auffallend mit Grammaturen von 110 g/m² bis 900 g/m². Die passenden Briefkuverts gibt es in Linen Cream, New Grey und Gentlemen Blue in den Standardformaten und den eleganten Versionen Special S und M.

 



Paperscreen – Schreibkultur im »digitalen« Format


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Als Carsten Brettschneider am Frankfurter Flughafen auf den Flieger wartet, sitzt neben ihm ein Besitzer eines iPads. Als es losging hat er seien Papiere und das iPad unter den Arm geklemmt. Jedoch haben sich DIN A4 und das Pad-Format nicht vertragen. Ihm ist das Gerät zwischen den Papieren herausgerutscht. Das Ergebnis war traurig.

 

Daraus entstand die Idee von Paperscreen, Notizbücher, -blöcke, Schreibhefte, Kalender und Mappen in den Formaten der digitalen Geräte anzubieten und die zwei Formatwelten miteinander zu verbinden. Die Formate erleichtern das Zusammenspiel unserer digitalen Begleiter und dem klassischen analogen Schreiben und Schreibwaren. Das PAPERSCREEN Format wird gekennzeichnet durch PS* gefolgt von Millimeterangaben (Breite x Höhe). Das ist praktisch und sieht auch noch gut aus.

 

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Zudem sind alle Produkte ausschließlich aus Recycling-Papieren hergestellt. Zertifizierungen ist wichtig: LGA, Blauer Engel (FSC weniger, da es nicht die Qualität der anderen Labels hat). 100% Recycling. Fair und sozial in Deutschland hergestellt.
Dabei geht unser Ansatz sogar weiter: Wir produzieren dort, wo wir verkaufen. Zur Stärken lokaler und regionaler Zulieferer und Reduktion von Transportwegen.

 

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PAPERSCREEN ist eine Marke, die im Dialog mit seinen Verwendern die Produkte entwickeln will. Feedback, Anregungen, Input, Produktwünsche sind willkommen. PAPERSCREEN ist eine Mitmachmarke. Auf der Website www.paperscreen.me findet man die Vielzahl von Produkten.

 

 

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Farbschocker von Gmund Action


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Gmund Action zeigt, warum die Büttenpapierfabrik vom Focus zum Trendsetter Nr. 1 gekürt wurde: Gmund Action setzt trendbewusst auf schrill funkelnde Farben, mit denen sich ein unvergesslicher Auftritt inszenieren lässt.
»Es sind die intensivfarbigsten Feinstpapiere, die es gibt und der leuchtend-blendende Charakter unserer neuesten Erfindung wird durch zusätzliche Glitzerpartikel verstärkt«, verrät der Kopf des innovativen Unternehmens, Florian Kohler. Designer Steve Tolleson hat die strahlenden Farbschocker mit ausgefallenen Typografien in Szene gesetzt und fit gemacht für den grell-bunten Bühnenauftritt als powergeladene Farbrocker: Gmund Action rockt!

 

Gmund Action wirkt ohne Worte – ein prickelndes Papier, das jedes Druckobjekt in Szene setzt. Signalfarben mit schimmerndem Sparkle-Effekt sprechen schrill den Sehnerv an und ziehen durch die glitzernde Oberfläche die Aufmerksamkeit auf sich. Sie eignen sich ideal für Kataloge, Broschüren und Karten, die gesehen werden müssen.

 

Marken, die aktiv zeigen, was sie drauf und drin haben, greifen zu den schillernden Action-Farbkreationen wie das blutrote Electric Blood und das neongelbe Vibrant Arsenic mit hohem Glamour-Faktor. Den lauten Neonfarben fehlt es nicht an Eleganz. Das hat Gmund Action dem Material- und Qualitätsbewusstsein der Büttenpapierfabrik zu verdanken. So war der Weg nicht weit vom bereits bestehenden Gmund Reaction zur aktuellen Kollektion Gmund Action: From reaction to action, ein Fresh-up an Farben, das mit Metallicpigmenten und einer extrem hohen Farbdichte Effekte in einer Intensität erzielt, die es bisher nirgends gab.

 

Beeindruckend sind auch die Kombinationsmöglichkeiten: Das teuflisch finstere Go to Hell Black wird zum erotischreizvollen Duo mit dem sattroten Electric Blood. Das helle Alpine Sparkling Water ist zwar ein Individualist, schmückt sich aber auch gern mit dezenten Neoneffekten.

 

Gmund Action deckt mit seinen spannungsgeladenen Farbschattierungen alle Jahreszeiten ab, so dass sich Trendbewusste damit übers ganze Jahr »en vogue« präsentieren können: Crystal Vanilla Sorbet und Alpine Sparkling Water – zwei schmeichelnde, aufhellende Töne; Vibrant Arsenic in neongelb; Nuclear Acid – ein extrovertiertes Giftgrün; Clear Sky Blue, Night Offshore Blue und Dark Silver Cloud in Blau- und Graunuancen; Pastel Heart Attack und Electric Blood – zwei ausgefallene Lachs- und Rotvariationen; und last but not least Go to Hell Black – das ultimative Schwarz.

 

Die Papiere gibt es in Kartongewichten von 310 bzw. 430 g/m², die durch ein umfangreiches Briefhüllensortiment ergänzt werden.



Der achte FEDRIGONI TOP AWARD hat begonnen!


Ein internationaler Wettbewerb der sich an alle Kreativen richtet, die zwischen Januar 2012 und April 2013 hochwertige Arbeiten mit Fedrigoni-Papieren umgesetzt haben. Agenturen, Grafiker, Druckereien, Verleger oder auch Endkunden haben hier die Möglichkeit ihre außergewöhnlichen Projekte zu präsentieren.

 

Druckprojekte können für folgende fünf Kategorien eingereicht werden:
1) Verlagswesen – Hardcover (Gianfranco Fedrigoni gewidmet): gebundene Buchprojekte
2) Verlagswesen – Softcover: Bücher und Kataloge, Künstlerkarten
3) Corporate Publishing: Broschüren, Kataloge, Geschäftsberichte, Monographien, Mailings,
Glückwunsch- und Einladungskarten, Kalender, Notizbücher,…
4) Verpackung: Schachteln, Etuis, Tragetaschen, Etiketten, Displays,…
5) HP Indigo Digitaldruck: Projekte die im Digitaldruck auf einer HP Indigo gedruckt wurden

 

Die Bewertung und Auswahl der Arbeiten ist einer Gruppe internationaler und unabhängiger Experten aus der Welt des Designs und der Grafik anvertraut und beruht auf Kriterien wie Originalität, Funktionalität und Umsetzung sowie dem kreativen Einsatz des Papiers. Die Jury-Mitglieder sind Simon Esterson, Mary Lewis, Charles Ng, Italo Lupi und Jean Jaques Schaffner.

 

Alle an den ausgewählten Siegerarbeiten Beteiligten werden prämiert. Die Gewinner erhalten eine Auszeichnung und die Arbeiten werden vom 10. bis 13. Oktober 2013 auf einer Ausstellung im Bodoni Museum in Parma präsentiert. Zusätzlich wird ein Katalog erstellt, der während der Ausstellung verteilt und an ein qualifiziertes Publikum verschickt wird. Eine Auswahl der besten Arbeiten wird anschließend im Internet auf www.paperideas.it veröffentlicht. Zur Siegerehrung werden jeweils Grafiker, Drucker und Auftraggeber /Endkunde von Fedrigoni SpA eingeladen.

 

Die Teilnahme am FEDRIGONI Top Award ist kostenlos, die Anmeldung erfolgt im Internet unter www.paperideas.it/topfedrigoniaward/. Anmeldeschluss ist am 14. April 2013.

 



»Papyrus inn« 18. April in Ettlingen // 25. April in Kelkheim


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Werbeentscheidern und Marketingverantwortlichen aus Industrie und Handel sowie Vertretern von Agenturen und Druckereien bietet Papyrus Deutschland jetzt mit einer neuen Veranstaltungsreihe die Netzwerkplattform für wertvolles Wissen.
Mit »Papyrus inn« lädt das Unternehmen zu informativen und kommunikativen After-Work-Abenden in anregend entspannter Lagerhaus-Atmosphäre. Die Gäste erwarten Fachvorträge zu brisanten Themen, von Experten aus unterschiedlichen Positionen beleuchtet. So dreht sich auf der ersten Papyrus inn am 18. April 2013 in Ettlingen alles um die »Erfolgschance Digitaldruck?!«.

 

Zu deren Potenzial und Risiken in der Praxis spricht u.a. Prof. Ronald Schaul von der Hochschule der Medien, Stuttgart. Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Druck-, Medien- und Werbebranche bildet den kommunikativen Übergang zum gemütlichen Teil des Events mit und viel Zeit für Gespräche.

 

Die zweite Papyrus inn findet am 25. April 2013 in Kelkheim bei Frankfurt statt, gefolgt von vier weiteren bundesweiten After-Work-Veranstaltungen.

 

Anmeldung und nähere Informationen unter www.papyrus.com/de/inn



Was ist Haptik? – Bericht von der CPC 2012, Teil 1


Als Gastbeitrag veröffentlichen wir aus dem manufakturbrief 4/12 der rugi Briefhüllen-Manufaktur den ersten Teil des Berichtes über die Creative Paper Conference 2012:



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Haptik – was ist das?
Alfred König, der kurzfristig für einen erkrankten Redner einsprang, widmete sich den theoretischen Grundlagen der Haptik.
Was wir seit einigen Jahren verstärkt feststellen, beschreibt er als Paradigmen-Wechsel in der Druckbranche:  »Lange hat alles funktioniert, jetzt passt nichts mehr zusammen.« Doch zu Recht sieht er in der Krise der Druck- und Papierbranche einen Motor für eine positive Weiterentwicklung. Seine scheinbar gewagte These: Papier und Druck haben ihren eigentlichen Höhepunkt noch vor sich.

 

Denn parallel zu dem immer weiteren Vordringen von virtuellen Welten, Social Media, iPad und Co. gibt es schon jetzt bei vielen Menschen einen Drang nach etwas Realem, etwas Haptischem. Je mehr die Virtualität vordringt, umso stärker wird die Gegenbewegung werden. Menschen wollen berühren und berührt werden: Das ist die Stärke von Papier. Eine stilvolle Briefhülle berührt ihren Empfänger, da er sie berühren kann – und das schafft keine E-Mail.

 

Doch was macht die haptische Kommunikation so besonders, was macht sie aus? Zunächst (und darauf wird Haptik auch oft begrenzt) ist es die Oberfläche bzw. deren Textur, aber – so König – auch die Konsistenz, die Form, das Gewicht bzw. die Masse und schlussendlich auch die Temperatur, die der Mensch an einem Objekt fühlt, sind Teile der haptischen Wahrnehmung. Alle diese Elemente verstärken die visuelle Aussage eines Mailings und erreichen damit viel intensiver die Menschen. So haben es Designer in der Hand, nicht nur visuell eine Geschichte zu erzählen, sondern diese über die unterschiedlichen Sinneseindrücke noch zu intensivieren und den Adressaten für den Inhalt zu begeistern.

 

Ausgehend von einer Gesamtwahrnehmung macht die Wahrnehmung über die Hände zwar nur scheinbar geringe 7% aus. Aber aufgrund der Evolution des Menschen spricht alles, was man in Händen hält, den inneren Cortex des Gehirns an. Dieser ist zuständig für das Erinnerungsvermögen und vor allem für das Langzeitgedächtnis.
Daraus folgert König die Notwendigkeit eines Schulterschlusses aller Beteiligten der Branche, von den Designern, Textern, Druckern, Papier-, Farb- und Lackherstellern bis zu den Druckveredelern und Verarbeitungsbetrieben, um die Macht der Haptik auf allen Ebenen zu nutzen. So sollten bei Designprojekten die Papierwahl, die Fragen nach der Verarbeitung und Veredelung nicht erst am Ende gestellt, sondern im Designprozess von vornherein mit berücksichtigt werden.

 

Damit gäbe es die Möglichkeit, analog zum Corporate Design, Corporate Type und Corporate Colors auch Corporate Haptics für Unternehmen zur Stärkung der Marke und des gesamten Erscheinungsbildes zu entwickeln. Printmedien könnten so wieder als »Gesamtkunstwerk« geschaffen werden und der Druckindustrie neuen Schub geben.
 

Fortsetzung folgt!
Den kompletten manufakturbrief als PDF (980 KB) bekommen Sie hier >>>



Umweltfreundlicher Ordnungshüter – Der Organisator


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Wer sich stilsicher und umweltbewusst Ordnung ins Büro holen will, für denjenigen ist die neue Produktreihe der rugi Briefhüllen-Manufaktur aus Rodgau eine gute Wahl. Einsteckmappen, blanko oder mit dem handgestempelten Schild im Retro-Look (»Bureau«), gibt es in je zwei verschiedenen Farben und nennt sich scherzhaft »Der Organisator«. Das Material der Kollektion »Design RC« ist aus 100% Recycling-Papier.