»Der Welt fehlen kreisrunde Hüllen« – 10 Jahre rugi Briefhüllen-Manufaktur


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Anläßlich des 10-jährigen Firmenjubiläums der rugi Briefhüllen-Manufaktur führt die aktuelle Ausagbe des »manufakturbrief« die Leser in Form eines umfangreichen Interviews mit den beiden Firmengründern, Andrea Rupp und Michael Gißel, hinter die Kulissen und lässt die Zeit Revue passieren. (PDF 1,3 MB)

 

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das Interview:

 

An welche Projekte erinnern Sie sich besonders gerne?
Michael Gißel:
Da gibt es viele. Einmal haben wir eine große Versandtasche aus 700 g/m² schwerer Graupappe hergestellt. Trotz Nutung war auf dem Material viel Zug, und wir mussten die Hüllen mit Getränkekästen beschweren, damit sie nicht wieder aufsprangen.
Andrea Rupp: So haben wir 700 Exemplare produziert. Die Hülle kam sehr gut an, und der Kunde war so begeistert, dass er gleich eine weitere Auflage bestellt hat!
MG: Sehr spannend war auch ein Auftrag, eine spezielle Archivtasche mit einer 80 mm breiten Falte herzustellen. Wir haben uns auf die Ausschreibung eines Konzerns hin gemeldet und ein halbes Jahr nichts gehört. Dann wurden wir beauftragt, ein Muster zu produzieren. Es hat aber noch eine Weile gedauert, bis wir tatsächlich den Auftrag hatten. Der Konzern konnte einfach nicht glauben, dass wir europaweit die einzige Firma waren, die die Anforderungen erfüllen konnte.
AR: Die Erklärung ist recht einfach: Wir sind ein kleines Unternehmen und vielleicht nicht genau das, was dieser Konzern zunächst erwartet hatte, aber wir könnenflexibel reagieren. Ein Kooperationspartner hat extra seine Maschine umgebaut, um diesen Auftrag produzieren zu können.
MG: Die Einkäuferin des Konzerns wollte vor endgültiger Auftragserteilung erst noch unseren Firmensitz kennenlernen – der damals noch in einem Reihenhaus war. Produziert haben wir ja woanders. Und nach termingerechter und einwandfreier Lieferung war sie von der Qualität unserer Arbeit überzeugt.

Sie bieten durch Ihre Manufaktur eine Vielfalt an Möglichkeiten im Hinblick auf Material, Veredelung und Format der Kuverts, wo stoßen Sie an Grenzen?
AR: Durch die Manufakturarbeit erreichen wir selbstverständlich nicht die gleiche Geschwindigkeit wie Maschinen. Die höchste Auflage, die wir bisher in Manufaktur verarbeitet haben, waren 50.000 Exemplare.
MG: Dafür haben wir andere Vorteile: Wir können exakter und flexibler arbeiten als so manche Maschine. Bei dem erwähnten Auftrag sollten Vorder- und Rückseite absolut deckungsgleich, also ohne Überstände verklebt werden. Das geht nur manuell. Sogar der Verband der Briefumschlaghersteller gibt eine normale Falzdifferenz von +/– 2 mm an.

 

Das ausführliche Interview findet man im PDF.


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