Papierbotschaft wird auf Eis gelegt!


Lieber Leser/innen der Papierbotschaft,

 

leider müssen wir das Projekt nach 5 Jahren auf Eis legen. Zu viele verschiedene Projekte, erfordern eine Konzentration auf einige wenige.

Zudem konnten ich am Ende die vielen Anfragen um kostenlose Muster, kostenlose Papierberatung und Kostenvoranschläge für Druck- und Veredelungen gar nicht mehr überschauen.

Papierbotschaft sollte immer nur eine Informationsplatform sein, wurde aber immer mehr entweder als kostenfreier Service aufgefasst oder als Druckerei wahrgenommen.

Da mein Herz aber weiterhin für hochwertige Papiere und Design schlägt, werd ich die Thematik im Blog meines Designbüros – Designmacherei – aufnehmen.

 

Dort wird Sie/euch eine Mischung von Beiträge zu eigenen Projekten, zu Typografie, Papier, Verpackungsdesign und die Welt voN Wein und Whisky erwarten. Sozusagen eine Mischung aus den Themen der Papierbotschaft, meines alten typo-Magazins spatium, meiner Tätigkeit als Designer und Autor sowie mein Genussprojekt »Die Genussverstärker«.

 

Schaut auch gerne auf der der Facebook-Seite der Designmacherei vorbei.

 

Vielen Dank für die Begleitung des Projektes in den letzten Jahren.

Peter Reichard



Gewinner des 8. Fedrigoni TOP Award


fedrigoni_top8
 
 
Bereits im Oktober wurden die Gewinner des achten Fedrigoni Top Awards in Parma geehrt. An diesem internationalen Wettbewerb hatten weltweit über 900 Kreative, Grafiker, Drucker, Verleger und Industriekunden teilgenommen. Die auf Fedrigoni-Papieren umgesetzten Arbeiten waren in füf Kategorien unterteilt:
Verlagswesen – Hardcover, Verlagswesen – Softcover, Corporate Publishing, Verpackung, und HP Indigo Digitaldruck.
 
 
Die Bewertung war einer Gruppe internationaler und unabhängiger Experten aus der Welt des Designs und der Grafik anvertraut und beruhte auf Kriterien wie Originalität,
Funktionalität und Umsetzung sowie dem kreativen Einsatz des Papiers. Die Jury-Mitglieder waren Simon Esterson, Mary Lewis, Charles Ng, Italo Lupi und Jean Jaques Schaffner. Den ersten Platz in der Kategorie „Corporate Publishing“ belegte der Geschäftsbericht “The Solar Annual Report”, powered by the sun. Auftraggeber war der Verband Austria Solar; die kreative Umsetzung stammte von der Müchner Agentur Serviceplan. Gedruckt wurde der Bericht mit photochromatischen Farben von der Druckerei Mory&Meier: im Siebdruck wurden nicht sichtbare Farben aufgetragen, die erst durch UV-Strahlen wie z.B. Sonnenlicht, sichtbar werden. Den zweiten Platz in der Kategorie „HP Indigo Digitaldruck” belegte die Werbebroschüre „Booklet Canada“ von Triumph International. Triumph war bei diesem Projekt gleichzeitig Aufraggeber und Designer.
 
weingut_kirsten
 
Auch einen zweiten Platz, jedoch in der Kategorie „Verpackung“, belegte das Weingut Kirsten mit ihrem edlen Weinetikett.
Als Wein Liebhaber und Designer freut mich die prämierten Etiketten des Weingutes Kirsten besonders. Gestaltet wurde es von der Agentur Kognito in Berlin, gedruckt von Krämer Druck aus Bernkastel-Kues.
Weitere interessante Labels gibt es auch der Website meines Genussprojektes: www.die-genussverstaerker.de
 
Eine Auswahl der besten Arbeiten ist im Internet auf www.paperideas.it zu sehen.
 


Was ist Haptik? – Bericht von der CPC 2012, Teil 1


Als Gastbeitrag veröffentlichen wir aus dem manufakturbrief 4/12 der rugi Briefhüllen-Manufaktur den ersten Teil des Berichtes über die Creative Paper Conference 2012:



cpc-koenig-rugi

 

Haptik – was ist das?
Alfred König, der kurzfristig für einen erkrankten Redner einsprang, widmete sich den theoretischen Grundlagen der Haptik.
Was wir seit einigen Jahren verstärkt feststellen, beschreibt er als Paradigmen-Wechsel in der Druckbranche:  »Lange hat alles funktioniert, jetzt passt nichts mehr zusammen.« Doch zu Recht sieht er in der Krise der Druck- und Papierbranche einen Motor für eine positive Weiterentwicklung. Seine scheinbar gewagte These: Papier und Druck haben ihren eigentlichen Höhepunkt noch vor sich.

 

Denn parallel zu dem immer weiteren Vordringen von virtuellen Welten, Social Media, iPad und Co. gibt es schon jetzt bei vielen Menschen einen Drang nach etwas Realem, etwas Haptischem. Je mehr die Virtualität vordringt, umso stärker wird die Gegenbewegung werden. Menschen wollen berühren und berührt werden: Das ist die Stärke von Papier. Eine stilvolle Briefhülle berührt ihren Empfänger, da er sie berühren kann – und das schafft keine E-Mail.

 

Doch was macht die haptische Kommunikation so besonders, was macht sie aus? Zunächst (und darauf wird Haptik auch oft begrenzt) ist es die Oberfläche bzw. deren Textur, aber – so König – auch die Konsistenz, die Form, das Gewicht bzw. die Masse und schlussendlich auch die Temperatur, die der Mensch an einem Objekt fühlt, sind Teile der haptischen Wahrnehmung. Alle diese Elemente verstärken die visuelle Aussage eines Mailings und erreichen damit viel intensiver die Menschen. So haben es Designer in der Hand, nicht nur visuell eine Geschichte zu erzählen, sondern diese über die unterschiedlichen Sinneseindrücke noch zu intensivieren und den Adressaten für den Inhalt zu begeistern.

 

Ausgehend von einer Gesamtwahrnehmung macht die Wahrnehmung über die Hände zwar nur scheinbar geringe 7% aus. Aber aufgrund der Evolution des Menschen spricht alles, was man in Händen hält, den inneren Cortex des Gehirns an. Dieser ist zuständig für das Erinnerungsvermögen und vor allem für das Langzeitgedächtnis.
Daraus folgert König die Notwendigkeit eines Schulterschlusses aller Beteiligten der Branche, von den Designern, Textern, Druckern, Papier-, Farb- und Lackherstellern bis zu den Druckveredelern und Verarbeitungsbetrieben, um die Macht der Haptik auf allen Ebenen zu nutzen. So sollten bei Designprojekten die Papierwahl, die Fragen nach der Verarbeitung und Veredelung nicht erst am Ende gestellt, sondern im Designprozess von vornherein mit berücksichtigt werden.

 

Damit gäbe es die Möglichkeit, analog zum Corporate Design, Corporate Type und Corporate Colors auch Corporate Haptics für Unternehmen zur Stärkung der Marke und des gesamten Erscheinungsbildes zu entwickeln. Printmedien könnten so wieder als »Gesamtkunstwerk« geschaffen werden und der Druckindustrie neuen Schub geben.
 

Fortsetzung folgt!
Den kompletten manufakturbrief als PDF (980 KB) bekommen Sie hier >>>



manufakturbrief: Papier schlägt E-Mail


manufakturbrief3-12

 

Im aktuellen »manufakturbrief« der rugi Briefhüllen-Manufaktur wird die Studie des Marktforschungsinstitut Nielsen vorgestellt, die belegt, dass ein bedruckter Briefumschlag in den Augen der Empfänger für eine größere Wertigkeit und eine bessere Erinnerungs- und Weiterempfehlungsquote gegenüber der E-Mail steht!

 

»Testsieger:  der bedruckte Briefumschlag
Der bedruckte Briefumschlag erreichte in der Erinnerungsquote zwar »nur« den zweiten Platz (35,8%) nach dem vor allem in den USA beliebten »Wrapper«. In allen anderen Bereichen lag er jedoch auf dem ersten Platz.
Knapp 85% aller Adressaten, die sich an den Erhalt des bedruckten Briefumschlags erinnern konnten, haben das Mailing auch geöffnet und den Inhalt gelesen.
67% konnten sich zumindest bei der Präsentation des Umschlags wieder an den Erhalt erinnern.
Ebenfalls auf dem ersten Platz lag mit 28,4% der bedruckte Briefumschlag, als es um die allgemeine Bewertung ging. Er ­wurde von den meisten Befragten als hochwertig wahrgenommen. Weitere Faktoren waren Design und Layout und die Angabe, dass der bedruckte Umschlag die Neugier geweckt habe.
Mit der wahrgenommen Hochwertigkeit hängt auch die Weiterempfehlung an Freunde, Familie oder Bekannte zusammen – wer macht schon Mundpropaganda für etwas, dass aus seiner Sicht minderwertig ist?
Auch bei der Aktivierungsquote steht das Mailing im bedruckten Briefumschlag an erster Stelle, da 14,2% etwas über die Inhalte der erhaltenen Werbung weiter­erzählen würden.
Die Studie schließt mit dem Fazit, dass bedruckte Direct Mails alleine zwar gut, aber nicht ausreichend seien – ausschlaggebend sei ein bedruckter Briefumschlag, in dem ein separates Anschreiben enthalten sei.«
(Auszug manufakturbrief 3/2012)

 

Die bereits erfolgreich am Markt etablierten Kollektion »Design RC« wurde nun um das Schreibset »Fenix« erweitert. Zudem stellt rugi zwei typografisch gestaltete Weihnachts- und Neujahrskarten vor.

 

Aus Anlass der Frankfurter Buchmesse vom 10. bis 14. Oktober 2012 stellt die »historische Seite« die Anfänge der inzwischen größten und bekanntesten Messe rund um Bücher vor.

 

Den manufakturbrief gibt es auch auf der website von rugi als PDF (1,1 MB) zum download.

 

 



Achilles: Die Welt moderner Verpackungen in Miniaturausgabe


achilles-box

 

19 verschiedene Verpackungsarten mit über 40 Veredelungskombinationen kompakt und handlich verstaut in einem Koffer mit Magnetverschluss.

 

Die Achilles Präsentationsprodukte GmbH, eine Tochtergesellschaft der Achilles Gruppe, bietet allen Dienstleistern, die ihren Kunden modernste Verpackungs- und Veredelungsmöglichkeiten präsentieren möchten, eine neue, kompakte und übersichtliche Lösung an: die Achilles Innovationsbox. Mit der 35 x 19 x 31 Zentimeter großen Box können einfach und flexibel 19 verschiedene Verpackungsarten und über 40 Druckveredelungskombinationen gezeigt werden.

 

Ob Box, Schreib-, Presse- oder Fächermappe, Multimediapack, Stehsammler, Schuber, Faltschachtel oder Klappkassette – alle dargestellten Verpackungsvarianten sind in einem leicht zu transportierenden Koffer mit praktischem Magnetverschluss untergebracht. Neben Achilles Spezial-Matt, Iriodin-, Relief- und Strukturlacken werden Fensterkaschierung, Achilles Spezial-Soft, Flock und viele andere hochwertige Veredelungsmöglichkeiten auf den Verpackungen gezeigt.

 

Beziehen können Interessierte die Achilles Innovationsbox gegen eine Schutzgebühr von 250,00 Euro bei:
Achilles Präsentationsprodukte GmbH
Ali Jason Bazooband
Bruchkampweg 40
29227 Celle
Tel: 05141-753-330
Fax: 05141-753-309
E-Mail: abd@achilles.de
 



Colour Connection – Veredelung im Digitaldruck


update2_12

 

Die 2. Ausgabe der »Update« in diesem Jahr ist gestern bei uns hereingeflattert. Dieses Firmenmagazin der Colour Connection hat sieses Mal den Schwerpunkt Veredlung im Digitaldruck. Immer wieder spannende zu sehen was dort in Kleinst- und Kleinauflage im Digitaldruck gezaubert wird, gleich ob es um lasern, stanzen oder digitalen Weißdruck geht.

 

Hier finden Sie zahlreiche Ideen, Bilder, Tipps und Tricks und auch Preise für die verschiedensten Druckprodukte, die nicht ganz so normal sind. Ob ultraglattes, schwarzes Curious Skin in 380g oder braune Wellpappe: Bedrucken und stanzen kann man (fast) alles. Und das, wie immer bei uns, schon ab einem Exemplar.

 

Wenn Sie noch kein Update haben: Einfach per mail anfordern: info@printweb.de

 



Papier-Helden des Alltags


helden_der_Arbeit1

 

Das für den Art Directors Club produzierte Notizbuch »Helden der Arbeit« präsentiert die Papier-Helden des Alltags, die Papiere, »die den Laden am Laufen halten«.

 

Ob als Metzgerpapier, Strafbefehl-, Konfetti- oder Butterbrotpapier – unsere Helden der Arbeit sind allgegenwärtig. Man trifft sie morgens beim Verzehr der Stulle und abends auf dem Sofa bei der Spusi im Tatort. Es sind die Underdogs der Papierwelt, und viele von Ihnen sehen selten das Licht – geschweige denn das der Öffentlichkeit. Mit diesem Notizbuch wollen wir sie aus dem Dunkel der Fabrikhallen, Kühlhäuser, Brieftaschen und Holzkisten befreien und ihnen einen Auftritt in der glitzernden Werbewelt ermöglichen. Natürlich besitzen diese Helden der Arbeit auch die klassische Eigenschaft des Papiers: Sie sind geduldig. Papier wartet – im Gegensatz zum Kunden – gerne auch mal ein bisschen länger auf eine Idee. Vielleicht regt ein Papier, auf dem man normalerweise die Ankündigung der nächsten Ü30-Party erwartet, bei der Arbeit mehr an als ein leeres Dokument auf dem Bildschirm. Genügend Platz für große und kleine Ideen finden Sie auf den folgenden Seiten…

 

helden_der_Arbeit2

 

In das 344 Seiten starke Buch sind über 24 verschiedene Papiere eingebunden. Ein kleines Heft, das die einzelnen Papiersorten mit Illustrationen und Steckbriefen vorstellt, ist im hinteren Teil der Buchdecke integriert.

 

Weitere Besonderheiten:
• edle, bronzefarbene Coverprägung auf graubraun durchgefärbtem Karton (Sonderanfertigung)
• entkoppelter Buchrücken – für ein perfektes Aufschlagverhalten und absolute Planlage
• textiles Fälzelband im Siebdruck in Tagesleuchtfarbe bedruckt
• integriertes Booklet mit Erklärung zu den einzelnen Papieren
• das Buch ist zu 80% von Hand gefertigt, da die Helden-Papiere zum Großteil nicht maschinell verarbeitet werden können

 

Format: 146 x 207 mm
Seitenanzahl: 344 Seiten
24 verschiedene Papiersorten (blanko)
Kraftpapier, Führerscheinpapier, Posterpapier, Metzgerpapier, Affichenpapier, Industriepapier, Butterbrotpapier, Geldpapier

 

Gestaltung & Produktion by www.brandbook.de

 



BEYOND – Ästehtik jenseits des Sichtbaren


Via designmadeingermany bin ich vor kurzem auf die Bachelor Arbeit von Marie-Niamh Dowling aufmerksam geworden. Nicht nur wegen der typografischen Umsetzung, sondern vor allem wegen dem Einsatz verschiedener Druckveredelungen ist das Projekt sehenswert. Hier die Vorstellung des Projektes durch die Designerin:

 

1 B E Y O N D

 

Da deutlich günstiger als konventionelle Druckverfahren oder Veredelungstechniken, konnte meine Idee durch die Innovation des digitalen Weißdrucks auch in kleiner Auflage umgesetzt werden. Der Kontrast sollte nicht in der Farbigkeit (weiß auf weiß) bestehen, sondern in der Haptik selbst und so erst in variablen Lichteinfällen überhaupt erkennbar.

 

Format: 180 x 230 mm
Druck: HP Indigo Press 5000 inkl. ElektroInk White (Digitaler Weißdruck)
Papier: LumiArt, glänzend gestrichen holzfrei weiß 115 g/m2  von Papier Union
Schutzumschlag: Polyester klar hochtransparent 125 g/m2 (Die weißen Buchstaben des Titels liegen im Verborgenen und werden erst im Spiel von Licht und Schatten sichtbar.)

 

Wassily Kandinksky: Über das Geistige in der Kunst (Das kleine Schwarze)

 

19 B E Y O N D

 

Aufgrund der sehr schönen, matten, intensiven Farbigkeit und besonders glatten, homogenen Oberfläche, wählte ich für den kleinen Band ganz in Schwarz dieses Premiumpapier. Gleichzeitig ist es resistent gegen Fingerabdrücke und robust genug für den Laserschneider und die zu erwartenden Schmauchspuren.

 

Format: 110 x 160 mm
Druck: »Digitale Stanzen« mit dem Hochschul eigenen Laserschneider (wird normalerweise bei uns vor allem für den Modellbau der Architekten verwendet)
Papier: SKIN Curious Collection, absolut Schwarz 135 g/m2 von Antalis

 

The content is invisible

 

15 B E Y O N D

 

Format: 475 x 560 mm
Druck/Umschlag: Folienkaschierung
Papier: heaven 42, absolut weiss softmatt 135 g/m2 von Scheufelen

 

Für den dritten Band meiner Arbeit wählte ich das weltweit weißeste Papier mit softmatter Oberfläche, da mir dies als der geeignetste Projektionsgrund für Gedanken, Ideen und Phantasien schien. Gleichzeitig erforderte die Übergröße ein robustes Papier, um ein geschmeidiges Umschlagen der Seiten zu ermöglichen.

 

Die Fotografien der Arbeit stammen von Jonas Werner und die Druckerei Kanne in Ginsheim produzierte das Projekt.

 

 



Neues von der rugi Briefhüllen-Manufaktur


rugi_manufakturbrief_1_2012

 

»Internationale Zusammenarbeit« könnte das Motto unseres neuesten manufakturbriefs sein der rugi Briefhüllen-Manufaktur sein. Die Hülle für die Lee Chinese Art Gallery in Gennep mit Heißfolie und Bedruckung sind ein echter Hingucker. Auch die bereits vorgestellte und nun erweiterte Hüllen-Kollektion »Design RC« ist interessant, zu mal es jetzt insgesamt 24 Varianten gibt – ideal für umfangreiche Corporate Designs.

 

Auch auf den diesjährigen »mailingtagen«, die am 25. und 26. Juni 2012 in Nürnberg stattfinden, werden die rugis in der »Kreativ-Galerie« vertreten sein. Der gesamte manufakturbrief gibt es auf der Website als PDF (750 kB) zum download.

 



Slanted 16 – Heiß & Folie


slanted_16_1

 

Das Slanted Magazin ist mittlerweile eine Institution, Ausgabe 16 mit dem Titel »Bold/Light« ist nun nicht nur Typomaniacs, Fotografen, Grafikdesigner, sondern auch für Haptiker besonders interessant. Durch den Einsatz verschiedener, metallischer Chromolux-Papiere und einer zweifarbigen Veredelung, gibt es sogar sechs unterschiedliche Varianten. Im Innenteil erwartet den Leser außerdem eine weitere, haptische Überraschung.

 

slanted_16_2

 

»Slanted #16 – Bold/Light ist Kontrast. Die neue Ausgabe beschäftigt sich mit dem Laut und dem Leise, dem Plakativen und dem Unscheinbaren.
BOLD ist das Gegenteil von verzagt. In der Typografie ein beliebtes Mittel der Hervorhebung. LIGHT ist das Gegenteil von laut und großmäulig. Bei diesem Thema der Gegensätze kamen uns zunächst deutlich mehr laute, plakative Schriften, Arbeiten und Bilder in den Sinn als leise, zurückhaltende. Uns prägt eine Zeit – plakativ und gewaltig in ihren Ereignissen – welche an uns vorbei rauscht und uns mitreißt. Den leisen Zwischentönen werden bei diesem rasanten Tempo wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Wie also inne halten, dem BOLD das LIGHT entgegen setzen? Der fließende, filmische Moment der Darstellung hat auch in dieser Ausgabe eine für uns besondere Bedeutung. Wir stören uns an einer linearen Vorstellung von Erzählung. Die rhythmische Gegenüberstellung regt dazu an, inne zu halten und einzutauchen. 



 

Wir freuen uns, zwei Fotostrecken präsentieren zu können, welche die Begriffe BOLD und LIGHT auf besondere, unterschiedliche Weise interpretieren: Die historischen Aufnahmen des vielleicht bedeutendsten Schwergewichts-Boxers aller Zeiten, Muhammad Ali (UPI/Bettmann/Corbis), sowie ein kritischer fotografischer Gegenentwurf zu David Hamiltons »weich gespülter« und vermeintlich leichter Ästhetik von Mareike Foecking (Düsseldorf).

 

Wir bringen Type Essays von Jean François Prochez (Clarmart), Horst Wöhrle (Esslingen), Reinhard Albers (Konstanz) und Nanna Funke (Münster), zudem Interviews mit Ian Party (Lausanne), Ludwig Übele (Berlin), Eric Gill, Michael Horsham (London), Doug Wilson (Springfield), Raffinerie AG für Gestaltung (Zürich), Jost Hochuli (St.Gallen), Thomas Lupo (Weissach) und Mareike Foecking (Düsseldorf), sowie Reports von Michael Schmidt (München), Ian Lynam (Tokyo) und einen neuen musikalischen Reisebericht von Frank Wiedemann (Berlin).«

 

slanted_16_3