Papierbotschaft wird auf Eis gelegt!


Lieber Leser/innen der Papierbotschaft,

 

leider müssen wir das Projekt nach 5 Jahren auf Eis legen. Zu viele verschiedene Projekte, erfordern eine Konzentration auf einige wenige.

Zudem konnten ich am Ende die vielen Anfragen um kostenlose Muster, kostenlose Papierberatung und Kostenvoranschläge für Druck- und Veredelungen gar nicht mehr überschauen.

Papierbotschaft sollte immer nur eine Informationsplatform sein, wurde aber immer mehr entweder als kostenfreier Service aufgefasst oder als Druckerei wahrgenommen.

Da mein Herz aber weiterhin für hochwertige Papiere und Design schlägt, werd ich die Thematik im Blog meines Designbüros – Designmacherei – aufnehmen.

 

Dort wird Sie/euch eine Mischung von Beiträge zu eigenen Projekten, zu Typografie, Papier, Verpackungsdesign und die Welt voN Wein und Whisky erwarten. Sozusagen eine Mischung aus den Themen der Papierbotschaft, meines alten typo-Magazins spatium, meiner Tätigkeit als Designer und Autor sowie mein Genussprojekt »Die Genussverstärker«.

 

Schaut auch gerne auf der der Facebook-Seite der Designmacherei vorbei.

 

Vielen Dank für die Begleitung des Projektes in den letzten Jahren.

Peter Reichard



Was ist Haptik? – Bericht von der CPC 2012, Teil 1


Als Gastbeitrag veröffentlichen wir aus dem manufakturbrief 4/12 der rugi Briefhüllen-Manufaktur den ersten Teil des Berichtes über die Creative Paper Conference 2012:



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Haptik – was ist das?
Alfred König, der kurzfristig für einen erkrankten Redner einsprang, widmete sich den theoretischen Grundlagen der Haptik.
Was wir seit einigen Jahren verstärkt feststellen, beschreibt er als Paradigmen-Wechsel in der Druckbranche:  »Lange hat alles funktioniert, jetzt passt nichts mehr zusammen.« Doch zu Recht sieht er in der Krise der Druck- und Papierbranche einen Motor für eine positive Weiterentwicklung. Seine scheinbar gewagte These: Papier und Druck haben ihren eigentlichen Höhepunkt noch vor sich.

 

Denn parallel zu dem immer weiteren Vordringen von virtuellen Welten, Social Media, iPad und Co. gibt es schon jetzt bei vielen Menschen einen Drang nach etwas Realem, etwas Haptischem. Je mehr die Virtualität vordringt, umso stärker wird die Gegenbewegung werden. Menschen wollen berühren und berührt werden: Das ist die Stärke von Papier. Eine stilvolle Briefhülle berührt ihren Empfänger, da er sie berühren kann – und das schafft keine E-Mail.

 

Doch was macht die haptische Kommunikation so besonders, was macht sie aus? Zunächst (und darauf wird Haptik auch oft begrenzt) ist es die Oberfläche bzw. deren Textur, aber – so König – auch die Konsistenz, die Form, das Gewicht bzw. die Masse und schlussendlich auch die Temperatur, die der Mensch an einem Objekt fühlt, sind Teile der haptischen Wahrnehmung. Alle diese Elemente verstärken die visuelle Aussage eines Mailings und erreichen damit viel intensiver die Menschen. So haben es Designer in der Hand, nicht nur visuell eine Geschichte zu erzählen, sondern diese über die unterschiedlichen Sinneseindrücke noch zu intensivieren und den Adressaten für den Inhalt zu begeistern.

 

Ausgehend von einer Gesamtwahrnehmung macht die Wahrnehmung über die Hände zwar nur scheinbar geringe 7% aus. Aber aufgrund der Evolution des Menschen spricht alles, was man in Händen hält, den inneren Cortex des Gehirns an. Dieser ist zuständig für das Erinnerungsvermögen und vor allem für das Langzeitgedächtnis.
Daraus folgert König die Notwendigkeit eines Schulterschlusses aller Beteiligten der Branche, von den Designern, Textern, Druckern, Papier-, Farb- und Lackherstellern bis zu den Druckveredelern und Verarbeitungsbetrieben, um die Macht der Haptik auf allen Ebenen zu nutzen. So sollten bei Designprojekten die Papierwahl, die Fragen nach der Verarbeitung und Veredelung nicht erst am Ende gestellt, sondern im Designprozess von vornherein mit berücksichtigt werden.

 

Damit gäbe es die Möglichkeit, analog zum Corporate Design, Corporate Type und Corporate Colors auch Corporate Haptics für Unternehmen zur Stärkung der Marke und des gesamten Erscheinungsbildes zu entwickeln. Printmedien könnten so wieder als »Gesamtkunstwerk« geschaffen werden und der Druckindustrie neuen Schub geben.
 

Fortsetzung folgt!
Den kompletten manufakturbrief als PDF (980 KB) bekommen Sie hier >>>



manufakturbrief: Papier schlägt E-Mail


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Im aktuellen »manufakturbrief« der rugi Briefhüllen-Manufaktur wird die Studie des Marktforschungsinstitut Nielsen vorgestellt, die belegt, dass ein bedruckter Briefumschlag in den Augen der Empfänger für eine größere Wertigkeit und eine bessere Erinnerungs- und Weiterempfehlungsquote gegenüber der E-Mail steht!

 

»Testsieger:  der bedruckte Briefumschlag
Der bedruckte Briefumschlag erreichte in der Erinnerungsquote zwar »nur« den zweiten Platz (35,8%) nach dem vor allem in den USA beliebten »Wrapper«. In allen anderen Bereichen lag er jedoch auf dem ersten Platz.
Knapp 85% aller Adressaten, die sich an den Erhalt des bedruckten Briefumschlags erinnern konnten, haben das Mailing auch geöffnet und den Inhalt gelesen.
67% konnten sich zumindest bei der Präsentation des Umschlags wieder an den Erhalt erinnern.
Ebenfalls auf dem ersten Platz lag mit 28,4% der bedruckte Briefumschlag, als es um die allgemeine Bewertung ging. Er ­wurde von den meisten Befragten als hochwertig wahrgenommen. Weitere Faktoren waren Design und Layout und die Angabe, dass der bedruckte Umschlag die Neugier geweckt habe.
Mit der wahrgenommen Hochwertigkeit hängt auch die Weiterempfehlung an Freunde, Familie oder Bekannte zusammen – wer macht schon Mundpropaganda für etwas, dass aus seiner Sicht minderwertig ist?
Auch bei der Aktivierungsquote steht das Mailing im bedruckten Briefumschlag an erster Stelle, da 14,2% etwas über die Inhalte der erhaltenen Werbung weiter­erzählen würden.
Die Studie schließt mit dem Fazit, dass bedruckte Direct Mails alleine zwar gut, aber nicht ausreichend seien – ausschlaggebend sei ein bedruckter Briefumschlag, in dem ein separates Anschreiben enthalten sei.«
(Auszug manufakturbrief 3/2012)

 

Die bereits erfolgreich am Markt etablierten Kollektion »Design RC« wurde nun um das Schreibset »Fenix« erweitert. Zudem stellt rugi zwei typografisch gestaltete Weihnachts- und Neujahrskarten vor.

 

Aus Anlass der Frankfurter Buchmesse vom 10. bis 14. Oktober 2012 stellt die »historische Seite« die Anfänge der inzwischen größten und bekanntesten Messe rund um Bücher vor.

 

Den manufakturbrief gibt es auch auf der website von rugi als PDF (1,1 MB) zum download.

 

 



Munkens Art Workshop für ungestrichene Papiere


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Da es sich hier nicht um ein klassisches Fachbuch handelt, sondern um ein Corporate Book, stellt sich Arctic Paper am Rande natürlich immer mal selbst vor. Trotzdem überwiegt der fachspezifische Inhalt bei weitem. Hier geht es zunächst um die Papiergrundlagen, Papierwahl bis hin zur Lagerung des Papiers in der Druckerei. Nach der Vorstellung des Bedruckstoffs werden Fragen der Repro für ungestrichene Papier erläutert,Fragen der Bildauswahl, ICC-Profile etc. Darauf folgt die Behandlung des eigentlichen Druckvorgangs und die spätere Weiterverarbeitung und Veredelung. Ein nützliches Handbuch für Gestalter ebenso wie für Drucker. Das ganze Buch wird zudem mit tollen Fotos illustriert.

 

Ich hab eine deutsche Version, auf der Website wird diese jedoch nicht angeboten. Einfach mal nachfragen, ob und wo es die deutsche version gibt.

 

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manufakturbrief: Multisensorisches Marketing und Schriftgeschichte


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Der aktuelle »manufakturbrief« der rugi Briefhüllen-Manufaktur berichtet von den Nürnberger Mailingtagen und dem Trend »Multisensorisches Marketing«, einem der großen Themen auf den mailingtagen. Dass Papier in Zeiten von facebook und Twitter nach wie vor wichtig ist, zeigt auch die Verleihung des »Haptik-Awards« der Zeitschrift Paparazzo an das Material »Schoellershammer RC«, aus dem die von rugi hergestellten, umweltfreundlichen »Design RC« Hüllen gefertigt sind.

 

Um Zeitlosigkeit entgegen aller Trends geht es im manufakturbrief auf Seite 4, dort wird ein Meisterwerk der Renaissance vorgestellt: die Schrift Garamond, die auch nach fast 500 Jahren kein bisschen »alt« ist.

 

Den manufakturbrief gibt es auf der Website von rugi als PDF (1,4 MB) zum download.

 



manufakturbrief: Papierbeschaffenheiten, Schrift und Hüllen


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Der neue manufakturbrief (PDF, ca. 2 MB) der rugi Briefhüllen-Manufaktur ist erschienen. Diese Ausgabe widmet sich zwei Schwerpunktthemen, dem Papier und seinen Eigenschaften sowie die Schrift/Typografie:

 

»Beides ist alltäglich, aber es lohnt sich immer wieder, genau hinzuschauen, denn die Details machen in beiden Fällen den Unterschied. So ist es zum Beispiel beim Papiervolumen: damit kann man einen stärkeren haptischen Eindruck hinterlassen, ohne dass das Papier schwerer wird. Vor allem bei »gewichtskritischen« Mailings ist man daher mit Volumenpapieren eindeutig im Vorteil!
 
Auch Strukturen hinterlassen Eindruck – nicht nur in der Papierobrfläche, sondern auch beim Empfänger. Wir stellen Filzmarkierung, Siebstruktur, Linierungen, Punktierende, gehämmerte und weitere Muster vor. Sogar Papier mit eingeprägter Holzstruktur ist erhältlich – die Bandbreite ist wirklich riesig.«

 

Und was ein Rinderkopf mit dem großen A zu tun hat, erfahren die Leser auf der »historischen« Seite, auf der in Grundzügen die Entwicklung unseres heutigen Alphabets vorgestellt wird.

 

Und es wird wieder eine Briefhülle aus der rugi-Manufaktur vorgestellt. Hier »führen wir die Leser in das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant eines portugiesischen Wellnesshotels. Dafür haben wir visitenkartengroße Hüllen mit einem ganz besonderen Schnitt produziert, welche die dortigen Gäste auf ihrem Tisch vorfinden.«

 

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Toolbox – wildes Sammelsurium und Schmalspurlösung


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Meist wird Veredelung als ein Prozess beschrieben, bei dem etwas Wertiges in etwas Höherwertiges umgewandelt wird. So auch in der Druckbranche. Beim vorliegenden Buch ist trotz dutzender Veredelungstechniken nichts Hochwertiges herausgekommen.
Die ästhetisch nicht ansprechenden Designbeispiele, die aus vhs-Kursen stammen könnten, wurden mit zusätzlichen Veredelungstechniken erweitert – jedoch nicht aufgewertet. Eine schwache Designidee wird durch eine übergestülpte Veredelungstechnik nicht besser, sie ist nur eine aufgesetzt wirkende Effekthascherei.

Das Buch mit einem wenig gelungenen Layout (Schrift über Bildern, schlechte Umbrüche, unsaubere Typografie etc.), das gerade einmal auf dem Niveau des 1. Ausbildungsjahres ist, kann nicht im Ansatz zeigen, was hervorragendes Design in der Kombination mit Druckverdelung leisten kann.

 

Sprachlich werden affektiert »Megatrends« heraufbeschworen und unnötige Anglizismen mit der Grammatik eines 14jährigen Schülers kombiniert:

Die beiden Zitate sind nur Beispiele für die allgemein belanglosen Texte, die im Grunde nicht wirklich etwas erklären:
»Weiße Folienprägung auf weißem Grund ist gar nicht so ohne, schwarze auf Schwarz sehr sophisticated!«
»Man kann von hinten blindprägen oder von vorne tiefprägen, ganz pur – oder kombiniert mit Druck. Und man kann heißfolienprägen.«

Was soll denn der Unterschied zwischen tiefprägen und blindprägen sein? Es müsste hoch- und tiefprägen als Gegensatzpaar heißen.
Im Gegensatz zu dem Buch »Extra – Enzyklopädie der experimentellen Druckveredelung« wird in der »Toolbox« kaum nützliches Wissen vermittelt, und letztendlich ist es eine aufgeblähte Imagebroschüre aus dem Jahr 2009 von Paper Board, dem Unternehmen der Autorin.

 

In der Einleitung kann man folgender Passage allerdings zustimmen:
»Die grafische Industrie hat eine Fülle an interessanten Möglichkeiten anzubieten, aber weil die nachfrage nach Innovation immer größer bleibt als das Entwicklungspotential, wird auch manche Schmalspurlösung als bahnbrechend präsentiert. Dementsprechend enthalten Fachbücher teilweise ein wildes Sammelsurium.«

 

Und genau das ist die »Toolbox«: ein »wildes Sammelsurium« und eine »Schmalspurlösung«, die fälschlicherweise als bahnbrechendes Fachbuch dargestellt wird.

 

Verlag Stiebner
ISBN 978-3-8307-1392-0
Preis 39,90 Euro



Notizbuch »to Cover 3«


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Die drei »to-cover3«-Notizbücher sind nun vergeben. Wer keine Benachrichtigung bekommen hat, muss entweder bis zur nächsten Aktion warten oder sich die Ausgabe kaufen.

to cover Vol. 3 bietet eine fundierte Einführung in den Themenkomplex nachhaltiges Denken und Handeln und unterstreicht damit den Anspruch, für den peyer graphic als Unternehmen steht: Alle Produkte sind grundsätzlich umweltfreundlich und das Unternehmen ist FSC-zertifiziert. Das Büchlein selbst wurde produziert mit der FSC-zertifizierten Papierlinie SURBALIN.

Aus mehr als 100 Farben und elf Oberflächendesigns ergeben sich unendlich viele Variationsmöglichkeiten. Verpackt ist »to cover Vol. 3« in einer Schachtel, die aus zwei Farben im neuen Sandwichverfahren produziert wurde. Dafür lassen sich alle Farben und Prägungen aus der Papierlinie miteinander kombinieren.

 

 

Und wer so lange nicht warten mag oder sein Glück nicht heruasfordern möchte kann dieses und auch das dritte Notizbuch aus der Reihe auch kaufen. Das Design stammt jeweils von der Agentur JUNO aus Hamburg.



Reise zu den Papierkulturen II: Ägypten


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Ägypten ist die zweite Station des mehrstufigen Mailings von M-real Zanders für Kreative, Drucker, Papierverarbeiter und Marketing-Entscheider. Der erste Teil beschäftigte sich mit der japanischen Papierkultur. Die Serie spannt den Bogen zwischen den großen Kulturen dieser Welt mit der Papierkultur des Unternehmens. Und so befasst sich jedes Mailing thematisch mit einem speziellen Land und wird auf einem jeweils anderen Feinpapier aus dem umfangreichen Sortiment des Werks Reflex umgesetzt.

 

Nachdem Japan auf ZANDERS T2000 gedruckt wurde, beschäftigt sich Ägypten mit Papieren für die Geschäftskommunikation aus dem Sortiment ZANDERS ZETA. Mit einer Vielzahl an Flächengewichten, Farbtönen und Oberflächen sowie passenden Briefumschlägen ist ZANDERS ZETA eines der umfangreichsten Programme seiner Art für Geschäftsausstattungen.

Ägypten präsentiert kreative und außergewöhnliche  Möglichkeiten der Briefbogengestaltung und soll im digitalen Zeitalter dazu anregen, dem Medium Papier wieder mehr Beachtung zu schenken.
 

Wer an der Reise zu den Papierkulturen dieser Welt teilnehmen möchte und noch nicht zu den Mitreisenden gehört, kann sich unter zanders@m-real.com anmelden. Solange der Vorrat reicht, wird zu den ersten beiden Mailings eine Sammelbox verschickt.

 



Der kleine Papiergewichtrechner


papierrechner
 

André Darafarin hat dieses kleine Tool programmiert und gestaltet, mit dem man blitzschnell das Papiergewicht ausrechnen kann. Voraussetzung man kennt das Papiergewicht/m2