Smartbook – Analog ist das neue Digital


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Das Smartbook ist ein Smartphone ganz ohne Elektronik, Akku und Ladekabel. Es sieht aus wie ein Smartphone, hat Apps wie ein Smartphone, ist aufgebaut wie ein Smartphone. Aber: Es ist ein Buch. Es ist das Schweizer Taschenmesser unter den Büchern.
Denn hier sind alle unverzichtbaren elektronischen Lebenshelfer versammelt, und zwar auf dem vielseitigsten Medium der Geschichte: auf Papier.

Das Smartbook bewegt sich entlang dieser Schnittstelle – zwischen Technik und Retro. Moderne Kommunikation, soziale Netzwerke, Spiele und nützliche Anwendungen – all das gibt es im Smartbook ohne Vertragslaufzeit, Ladegerät und Kratzer auf dem Display.
Eine Sonnenuhr zeigt die aktuelle Zeit, SMS werden per Papierflieger verschickt und das Telefon durch eine ausklappbare Morsetastatur ersetzt. Das E-Mail Programm besteht aus Postkarten mit vorgefertigten Texten, aus denen man nur noch Unzutreffendes streichen muss. Ob Wettervorhersage, Übersetzungshilfe, Malprogramm, Avatargenerator, Angry Nerds oder ein Tic Tac Toe mit künstlicher Intelligenz – Das Smartbook vereint 32 spielerische, amüsante und nützliche Apps. Für Smartphone-
Einsteiger, -Aufsteiger, -Umsteiger und -Aussteiger.

 

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Autoren: Marcel-André Casasola Merkle und Agnes Lison
Gestaltung: Agnes Lison
Verlag: Süddeutsche Zeitung Edition
Hardcover: 192 Seiten
Auflage: 1 (8. September 2012)
ISBN: 978-3-86497-024-5
Preis: 15 Euro
Format: 17,4 x 11,6 x 1,6 cm
Web: www.meinsmartbook.de



Papier-Helden des Alltags


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Das für den Art Directors Club produzierte Notizbuch »Helden der Arbeit« präsentiert die Papier-Helden des Alltags, die Papiere, »die den Laden am Laufen halten«.

 

Ob als Metzgerpapier, Strafbefehl-, Konfetti- oder Butterbrotpapier – unsere Helden der Arbeit sind allgegenwärtig. Man trifft sie morgens beim Verzehr der Stulle und abends auf dem Sofa bei der Spusi im Tatort. Es sind die Underdogs der Papierwelt, und viele von Ihnen sehen selten das Licht – geschweige denn das der Öffentlichkeit. Mit diesem Notizbuch wollen wir sie aus dem Dunkel der Fabrikhallen, Kühlhäuser, Brieftaschen und Holzkisten befreien und ihnen einen Auftritt in der glitzernden Werbewelt ermöglichen. Natürlich besitzen diese Helden der Arbeit auch die klassische Eigenschaft des Papiers: Sie sind geduldig. Papier wartet – im Gegensatz zum Kunden – gerne auch mal ein bisschen länger auf eine Idee. Vielleicht regt ein Papier, auf dem man normalerweise die Ankündigung der nächsten Ü30-Party erwartet, bei der Arbeit mehr an als ein leeres Dokument auf dem Bildschirm. Genügend Platz für große und kleine Ideen finden Sie auf den folgenden Seiten…

 

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In das 344 Seiten starke Buch sind über 24 verschiedene Papiere eingebunden. Ein kleines Heft, das die einzelnen Papiersorten mit Illustrationen und Steckbriefen vorstellt, ist im hinteren Teil der Buchdecke integriert.

 

Weitere Besonderheiten:
• edle, bronzefarbene Coverprägung auf graubraun durchgefärbtem Karton (Sonderanfertigung)
• entkoppelter Buchrücken – für ein perfektes Aufschlagverhalten und absolute Planlage
• textiles Fälzelband im Siebdruck in Tagesleuchtfarbe bedruckt
• integriertes Booklet mit Erklärung zu den einzelnen Papieren
• das Buch ist zu 80% von Hand gefertigt, da die Helden-Papiere zum Großteil nicht maschinell verarbeitet werden können

 

Format: 146 x 207 mm
Seitenanzahl: 344 Seiten
24 verschiedene Papiersorten (blanko)
Kraftpapier, Führerscheinpapier, Posterpapier, Metzgerpapier, Affichenpapier, Industriepapier, Butterbrotpapier, Geldpapier

 

Gestaltung & Produktion by www.brandbook.de

 



BEYOND – Ästehtik jenseits des Sichtbaren


Via designmadeingermany bin ich vor kurzem auf die Bachelor Arbeit von Marie-Niamh Dowling aufmerksam geworden. Nicht nur wegen der typografischen Umsetzung, sondern vor allem wegen dem Einsatz verschiedener Druckveredelungen ist das Projekt sehenswert. Hier die Vorstellung des Projektes durch die Designerin:

 

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Da deutlich günstiger als konventionelle Druckverfahren oder Veredelungstechniken, konnte meine Idee durch die Innovation des digitalen Weißdrucks auch in kleiner Auflage umgesetzt werden. Der Kontrast sollte nicht in der Farbigkeit (weiß auf weiß) bestehen, sondern in der Haptik selbst und so erst in variablen Lichteinfällen überhaupt erkennbar.

 

Format: 180 x 230 mm
Druck: HP Indigo Press 5000 inkl. ElektroInk White (Digitaler Weißdruck)
Papier: LumiArt, glänzend gestrichen holzfrei weiß 115 g/m2  von Papier Union
Schutzumschlag: Polyester klar hochtransparent 125 g/m2 (Die weißen Buchstaben des Titels liegen im Verborgenen und werden erst im Spiel von Licht und Schatten sichtbar.)

 

Wassily Kandinksky: Über das Geistige in der Kunst (Das kleine Schwarze)

 

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Aufgrund der sehr schönen, matten, intensiven Farbigkeit und besonders glatten, homogenen Oberfläche, wählte ich für den kleinen Band ganz in Schwarz dieses Premiumpapier. Gleichzeitig ist es resistent gegen Fingerabdrücke und robust genug für den Laserschneider und die zu erwartenden Schmauchspuren.

 

Format: 110 x 160 mm
Druck: »Digitale Stanzen« mit dem Hochschul eigenen Laserschneider (wird normalerweise bei uns vor allem für den Modellbau der Architekten verwendet)
Papier: SKIN Curious Collection, absolut Schwarz 135 g/m2 von Antalis

 

The content is invisible

 

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Format: 475 x 560 mm
Druck/Umschlag: Folienkaschierung
Papier: heaven 42, absolut weiss softmatt 135 g/m2 von Scheufelen

 

Für den dritten Band meiner Arbeit wählte ich das weltweit weißeste Papier mit softmatter Oberfläche, da mir dies als der geeignetste Projektionsgrund für Gedanken, Ideen und Phantasien schien. Gleichzeitig erforderte die Übergröße ein robustes Papier, um ein geschmeidiges Umschlagen der Seiten zu ermöglichen.

 

Die Fotografien der Arbeit stammen von Jonas Werner und die Druckerei Kanne in Ginsheim produzierte das Projekt.

 

 



Würziger Adventskalender aus Papier


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»Kein Genuss ist vorübergehend – denn der Eindruck, den er hinterlässt ist bleibend«, dachte sich Marc Clormann, kreativer Kopf des 6-köpfigen Teams der Clormann Design GmbH aus der Nähe von Landsberg am Lech. »Wir wollten ein außergewöhnliches Vorweihnachtsgeschenk für unsere Kunden entwerfen, das einerseits unsere Kompetenz im Bereich Design überzeugend nahebringt und gleichzeitig so individuell ist, dass es beim Beschenkten einen unvergesslichen Wow-Effekt erzeugt«, beschreibt der 40-jährige Designer seine Kreation. Dieses Jahr wird er auch zum Verkauf angeboten.

 

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Die Zutaten: Ein Faible für das Kochen und exquisite Gewürze, eine – der Saison entsprechend – gute Prise an Kreativität gepaart mit der richtigen Mischung an Originalität, alles zusammen harmonisch abgestimmt und in die richtige Verpackung gebracht – und schon entstand der geschmackvoll sortierte und würzig duftende Adventskalender.

 

 

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Mit seinen 24 stilvoll in schwarzen Schachteln versteckten Gläsern bietet der Kalender jeden Adventstag nicht nur eine neue Gewürzüberraschung mit Hintergrundinformationen über die Herkunft und den Einsatz des Gewürzes, sondern auch gleich exklusive Rezeptideen zum Nachkochen. Ein weiteres Plus: Da die Behälter bei Bedarf nachgefüllt werden können, bleibt die Gewürzvariation auch für den Rest des Jahres der Küche erhalten.

Dank seines edlen Designs und dem praktischen Format ist der Adventskalender übrigens das ideale Geschenk für jeden designaffinen Haushalt. Derzeit erhältlich mit Heißfolienprägung auf hochwertigem schwarzem Papier sowie einigen limitierten farbigen (gelb, braun, grün und weiß) Papier von Fedrigoni (Tintoretto) sowie in zweier Luxusvariante in metallicsilber (925 Silver.Brown) und in schwarz-geprägtem Papier (Stone) der Büttenpapierfabrik Gmund erhältlich. Da Nachhaltigkeit und die stetige Verbesserung der CO2‐Bilanz für Marc Clormann eine Herzensangelegenheit ist wurde der Kalender komplett in Bayern gefertigt und konfektioniert. Der Kalender ist vorrätig und kann auch als Last-Minute Geschenk bestellt werden. Kalendergröße: 345 x 225 x 45 mm, Gewicht: ca. 1.800 g. Kostenpunkt: ab 49,90. Nähere Informationen und Bestellung unter: www.paper-pleasure.de

 

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Ruin-CD-Box von Zwölf: Wir drucken alles


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Ende letzten Jahres hatten wir bereits ein Projekt von Zwölf – Büro für Grafikdesign aus Berlin vorgestellt und zwar das rostende Plakat. Dies war der Aufhänger für den Maler und Musiker Martin Eder das Büro mit der aussergewöhnlichen Ausstattung seiner CD-Box zu beauftragen.

 

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»Im schwer zu fassenden Nebel zwischen Drone, Doom Metal und Neuer Musik angesiedelt und mit einer Black-Metal-Atmosphäre angereichert, bearbeitet das Projekt RUIN um den Berliner Maler Martin Eder die düsteren Grenzbereiche zeitgenössischer Musik. Die im April 2010 in den Berliner Sophiensaelen aufgenommene gute Stunde Konzert mit dem Solistenensemble Kaleidoskop (Viva Hate Records/Cargo) ist als ganzes Stück ein schwer zu durchdringender Brocken von Klang, Geräusch, Rhythmus und Melodie. In zwölf Teile zersägt, wird dem Zuhörer ein dämmerig-düsteres Kammerstück präsentiert. So wie das Projekt auf den spärlichen Liveauftritten Bild und Klang miteinander verwebt, gingen wir ebenfalls den synästhetischen Weg und wählten zwölf in dieser Weise hörbare Materialien.

 

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Im Zusammendruck zu einem schwarzen Quadrat verschmolzen, werden die Materialien Maschinenöl, Vodka, Fett, Blut, Seife, Aspirin, Tabak, Metall, Knochen, Asche, Ruß und Salz im Inneren einer einfachen Kartonschachtel gleichsam sequenziert auf Einzelblättern gezeigt. Das fertige Produkt lässt nicht nur durch den dicken ›Farb‹-Auftrag den Herstellungsprozess spüren, sondern auch einen seltsamen Geruchtsrest zwischen Altöl, Blut und Seife übrig.«

 

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»Auslese 2011« – ein edler Weinkalender


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Ende letzten Jahres präsentierte Wehr & Weissweiler, Büro für Gestaltung in Zusammenarbeit mit einem Fotografen, einer Texterin, einer Druckerei sowie dem Winzer Uwe Lorenz vom Weingut Braun Nierstein den Kalender »Auslese 2011«. Zum Glück kam ich in den Genuss eines Exemplars. Der Kalender für 2011 ist zwar schon nahezu ausverkauft. Hier wurden die Liebe zu Wein, Grafikdesign, Texten, Fotografie, Druck, Papier und Veredelung in einem wirklich hervorragenden Projekt zusammen gefasst. Der Kalender wurde im Januar bei der Internationalen Kalenderschau ausgezeichnet. Award of Excellence, bestes Konzept und mit dem Kodak Fotokoalender Preis. Zum Wohl!

 

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Am besten lasse ich die Macher des Kalenders zur Idee und der sehr edlen Aufmachung selbst zu Wort kommen

»Wir haben uns für Sie ins Zeug gelegt — und gemeinsam einen Einblick in die Welt des Weines kreiert, der Lust auf gute Tropfen macht. Die Basis: eine völlig neue Art von kunstvoller Fotografie und zugänglicher Information rund um die saftige Traube. Puristisch, subtil und garantiert ohne Rebenromantik. Dass wir uns wieder alle Facetten der hohen Druckkunst zu Eigen gemacht haben, versteht sich von selbst. Mit den Etiketten zum Sammeln und Liebhaben werten Sie den Inhalt Ihres Weinkellers auf. Einfach herausnehmen und auf die Flasche kleben. Damit macht auch das Wein Verschenken wieder Spaß!«

 

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Jeder Monat besteht aus dem großen Fotobogen und dem darunter hervostehenden Monatsbogen. Hier wird der fotografierte Wein beschrieben und mit einem eingesteckten Sammeletikett gekrönt. Informationsgrafiken rund um den Weinbau bieten weiteres Hintergrundwissen.

 

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Zufallskalender 2011


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Das Jahresende ist bekanntermaßen die große Zeit von Kalendern. Gleich ob in der Apotheke, beim KFZ-Mechaniker, im Supermarkt oder an anderer Stelle, man bekommt die unterschiedlichsten Formate an Kalender nachgeworfen. Kalender, die man in der Regel weder benötigt noch einem gefallen. Auch von Papierherstellern und Papiergroßhändlern gibt es »Jahresweiser«.

Der Zufallskalender, den für 2011 die Q Werbeagentur aus Wiesbaden für Antalis realisiert hat, ist jedoch ein Kalender, der ästhetisch sehr ansprechend ist und ein Schmuckstück in jedem Büro ist. Der Zufallskalender berichtet von 25 unglaublichen Ereignissen, die grafisch umgesetzt wurden:


»Inspiriert von der Kraft solcher Geschichten wollten auch wir uns vom Zufall überraschen lassen und überließen ihm die Kontrolle über Kreation, Druck und Verarbeitung: Wir liefen barfuß über einen Haufen Pantone-Karten und verwendeten die Farben, die am Fuß kleben blieben. Würfel, Münzen oder Randomscripts trafen gestalterische Entscheidungen. Mal setzten wir unser Design den unvorhersehbaren Mächten der Natur, ein anderes Mal der Willkür ahnungsloser Kollegen aus. Auch in der Produktion herrschte Planlosigkeit: Unterschiedliche Papiere wurden in zufälliger Abfolge auf den Druckbögen angeordnet, außerdem tauschte die Druckerei Farben nach dem Zufallsprinzip. Unterschiedliche Ringbindungen, vor allem aber eine zufällige Sortierung der Kalenderblätter sorgten dafür, dass kaum ein Kalender dem anderen gleicht.«

 

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Hier zwei Zufalls-Geschichten

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Links: Bei seiner Arbeit am Buch »Barbary Shore« entwickelte Norman Mailer die Figur eines russischen Spions. Was für den Roman zunächst nur als Nebenrolle angedacht war, entwickelte sich während des Schreibens zur Hauptperson. Direkt nach Veröffentlichung des Buches stürmte ein FBI-Kommando das Haus von Mailer. Es verhaftete im Stockwerk unter seiner Wohnung einen Mann mit dem Decknamen Rudolf Abel – einen hochrangigen Agenten des russischen Geheimdienstes.

Rechts: Nachdem der Schauspieler Anthony Hopkins erfahren hatte, dass er die Hauptrolle im Film »The Girl from Petrovka« spielen würde, fragte er in Buchhandlungen nach der gleichnamigen Romanvorlage von George Feifer. Doch es war kein Exemplar zu bekommen. Auf dem Heimweg bemerkte er in der U-Bahn-Station Leicester Square auf einer Bank ein offenes Päckchen und entdeckte darin genau das Buch, das er vergeblich zu kaufen versucht hatte. Als der Film dann Jahre später in Wien gedreht wurde, erschien der Schriftsteller persönlich am Set, und Hopkins berichtete ihm von seinem Zufallsfund. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um das persönliche, mit Notizen versehene Exemplar Feifers handelte, das er einem Londoner Freund geliehen hatte und diesem aus dem Auto gestohlen wurde.

 

Das Making-of-Video:



Rostendes Plakat


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Für die Herbsttour 2007 des Sängers José Gonzales entwickelte Zwölf – Büro für Grafikdesign aus Berlin eine neuartige Siebdruckfarbe auf Basis von Metallspänen, welche die öffentlich ausgehängten Plakate im regnischeren Herbst rosten lässt. Der separate Unterdruck einer zweiten Substanz beschleunigt die Korrosion an ausgewählter Stelle. Nach Abschluss der Tour ist dessen Ankündigung (»In Our Nature«) vollständig im Rost verschwunden, nur der Name des Künstlers ist geblieben. Auf dem international mehrfach ausgezeichneten Plakatdesign kommt eine eigens geschnittene sehr schmale Grotesk ohne jeglichen Strichstärkenkontrast, die auf alten Holzbuchstaben der 1920er Jahre basiert, zum Einsatz.

 

Eine auf 100 Exemplare limitierte Edition des Plakates im A0-Format wurde vom Verlag Hermann Schmidt Mainz Ende 2008 aufgelegt.

 

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Testreihen für die richtige Mischung der Siebdruckfarbe

 

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Vida Paper Design Award 2010 – Die Gewinner (Teil 1)


Im Rahmen der AGD-Jahrestagung in Mühlhausen wurden die Gewinner des VIDA Paper Design Awards 2010 powered by Premium Papers & Media bekannt gegeben. Der VIDA Paper Design Award fand bereits zum vierten Mal statt.

Designer, Designagenturen sowie Studierende aller Designbereiche aus ganz Deutschland und darüber hinaus waren erneut dazu aufgerufen, ihre auf ungestrichenen Papieren gedruckten Arbeiten einzureichen und ihre Fähigkeiten von einer hochkarätig besetzten Jury messen und prüfen zu lassen. Die Jury setzte sich aus den AGD-Mitgliedern Sybs Bauer, Dorothea Hess, Dr. Aladdin Jokhosha, Prof. Gertrud Nolte und Prof. Kurt Weidemann zusammen. Neu dabei war Boris Kochan, der 1. Vorsitzende der Typografischen Gesellschaft, München und Fredrik Kihlberg von VIDA Paper.

 

Die ausgeglichene Ökobilanz und die für jedes VIDA-Papier geltende PEFC-Zertifizierung sowie die allgemeine Bedeutung des Themas haben den Anlass gegeben als Spezialkategorie »Nachhaltigkeit« einzubinden. VIDA Paper lobte ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 10.000 Euro aus. Die eingereichten Ergebnisse und Gewinner zeigen, wie weit das Spektrum an Möglichkeiten mit dem herrlichen Rohstoff Papier ist. Es wurden insgesamt acht Arbeiten ausgezeichnet.

 

Der Höhepunkt des Abends war die Laudatio und das Überreichen der Preise in der versammelten Runde der Mitglieder des AGDs im neuen Domizil der AGD-Jahresversammlung, dem Puschkinhaus in Mühlhausen/Thüringen. In jeder Kategorie gab es einen oder zwei Gewinner.


Kategorie Zeitschriften/Folder/Broschüren

Es wurden zwei absolut gleichwertige Arbeiten ausgezeichnet.

 

Care affair # 5 Sport Projektbroschüre
Von Studio Jens Mennicke Visuelle Kommunikation.

 

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Die Broschüre überzeugte in der konzeptionellen Gesamtheit. Alle Details sind von hoher Einzelqualität und korrespondieren hervorragend miteinander. Die Bilder sind ungeheuer fokussiert und sympathisch und richtig dem Druck auf ungestrichenem Papier angepasst. Schriftwahl und Satzspiegel erleichtern den Zugang und die Verarbeitung der gesamten Broschüre ist sauber und professionell.
 

Respekt »Heidelberger Druckmaschinen« Imagewerbung
Von „Freie Radikale“ Paul Wagner, Karlheinz Müller

 

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Eine grandiose Werbung für einen Druckmaschinenhersteller in dem nicht ein einziges gedrucktes Wort erscheint. Hochintelligent beschreibt der Text die Vorzüge des Druckmaschinenherstellers aus der Sicht des Respekts vor dem Rohstoff Papier. Die Präzision und Verarbeitung wird durch Worte beschrieben, die hauchfein in das Papier gelasert wurden. Diese Art von Imagewerbung ist selbstbewusst und beeindruckend zumal man förmlich das Drucken riecht. Selten, dass das Medium Papier so selbstbewusst eingesetzt wird.

 

Kategorie Bücher/Geschäftsberichte
 

»10 years foundation Lindau – Nobelprizewinners meetings at Lake Constance«
Von Unimak, Heike Klöpper

Das Buch zeigt konzeptionell genau das was Nobelpreisgewinner ausmacht. Sie arbeiten mit Einsatz und für das Gute und nehmen sich selbst zurück. Genau das macht das Buchlayout auch. Konsequent, ruhig aber auch eigenständige unverbrauchte Typografie, Reduktion der Farben auf schwarz plus Sonderfarbe bewirken eine zurückhaltende Aufwertung mit Charakter. Lediglich die Fotos sind zu bemängeln, da sie nicht genügend einem Naturpapier angepasst wurden. Aber dies ist ja vielleicht so beabsichtigt.

 

»Das Buch über Hofhäuser«
Bildband über ein Architekturprojekt von David Chipperfield
Von Gute Gestaltung, Ute Zscharnt, Rolf Klöden

 

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Dieses Buch ist ein Paradebeispiel für gute Fotografie und die perfekte Anpassung an ein Naturpapier mit den richtigen stützenden Sonderfarben. Der ausgezeichnete Druck und die Papierhaptik sorgen dafür, dass die Abbildungen zum Leben erwachen und vom Projekt erzählen. Lediglich das typografische Konzept ist nicht so perfekt mit dem Projekt abgestimmt war. Dennoch: Eine sehr gute, saubere Arbeit und ein wahres Statement für den Einsatz von Naturpapier.

 

Kategorie Geschäftspapierausstattungen

 

Stilwelt Führungsberatung
Von Polarsternmedia, Christiane Schäffner, Selina Eugster

 

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Die Geschäftspapierausstattung „Stilwelt“ hat eine feine Prägung und eine klassisch sauber gesetzte Typografie. Es fehlt ein wenig die Innovation um dieser Geschäftspapierausstattung das gewisse „Mehr“ zu geben, aber sie hat die höchste Qualität aller eingesendeten Geschäftspapierausstattungen.

 

Fotos: Andrea Lösch und Markus Galla



Visitenkarte made by Rastersysteme


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Druck- und typografieaffine Webdesigner? Ja es gibt sie und einer ist Stephan Zavodny aus Berlin. In seinem Blog schildert er sozusagen das Making-of seiner eigenen Visitenkarten. Hier beschreibt er seine Motivation sich bei dem Aushängeschild an einen Druckexperten wie Martin Z. Schröder von der Druckerey zu wenden.

 

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»Für meine neuen Visitenkarten wollte ich nicht nur eine außergewöhnliche Schrift, auch die Art des Drucks war mir enorm wichtig. Dabei kam eine Karte aus dem üblichen Offset-Druck oder noch schlimmer aus dem Digitaldruck, die man gefühlt in neun von zehn Fällen in der Hand hält, nicht in Frage. Nein, ich wollte etwas Besonderes. In meinen Bookmarks fand ich dann per Zufall einige Beispiele, die im amerikanischen Letterpress-Verfahren gedruckt worden sind. Ich war abermals sehr angetan davon, denn bei dieser Methode entsteht durch die Hochdruckform eine Prägung im Papier – die Schattierung –, die man auf der Rückseite ertasten kann.«

 

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Beim Besuch in der Druckerey erfuhr er, dass die Visitenkarten mittels Magnesium-Klischee, eine Art Stempel, gedruckt werden müssen. Damit man die Schattierung auf der Rückseite ertasten kann, ist man gezwungen sehr hohen Druck auf das Papier auszuüben. Bleilettern würden in dem Fall zerstört werden, weil sie zu weich sind. Das Magnesium-Klischee dagegen ist hart genug und hält ohne weiteres dem Druck der Boston-Klapptiegelpresse stand.

 

Abgerundet wurde das gesamterscheinungsbild mit einem seitlichen farbschnitt in leuchtendem Grün:
»Zu guter Letzt hatte ich noch einen speziellen Veredelungswunsch und hoffte, dass mir mein Drucker diesen ebenfalls erfüllen kann: Die Visitenkarten sollten an den Kanten mit einem Farbschnitt versehen werden. Was soll ich sagen, er war nicht nur sehr angetan von der Idee, er setzte meinen Wunsch auch bestens um. Sowohl beim Anfertigen des Farbschnitts als auch beim darauf folgenden Andruck der Karten konnte ich ihm über die Schulter gucken. Heutzutage ist man es ja gewohnt, dass alles automatisch und auf Knopfdruck von statten geht. Nicht so in der Offizin von Martin Z. Schröder, hier ist präzise Handarbeit an der Tagesordnung, was ich sehr zu schätzen weiß. Abschließend lässt sich sicher festhalten, dass ich mit dem Ergebnis äußerst zufrieden bin und die Druckerey auf diesem Wege gern weiterempfehle.«

 

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Design Stephan Zavodny

Druck Hochdruck, prägender Druck mit Schattierung auf der Rückseite Martin Z. Schröder

Veredelung vierseitiger Farbschnitt Martin Z. Schröder

Papier Römerturm Precioso weiß matt 300g/m²

Format 90 mm x 45 mm
Schrift Skolar von David Březina, Label Typetogether

 

(Bildquelle: Rastersysteme)