Nachdenkliches auf Papier – »Whitebook« von Arctic Paper


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Das 20-seitige »Whitebook« vom Arctic Paper ist ein sehens- und fühlenswertes Projekt, bei dem Kreative, Drucker und Graveure gemeinsam Herzblut vergossen haben. Zum ersten Mal wird hier ein Druckwerk lediglich durch filigranste Prägungen illustriert. Je nach Blickwinkel entstehen auf dem Munken Print Cream Naturpapier dabei Tierbilder, die durch das vibrierende Spiel von Licht und Schatten zu starken Sinnbildern für das Artensterben werden. Traurig-schön und regt zur nchdenklichkeit an, wenn die Umrisse des ausgestorbenen Yangtse-Delphins kaum noch wahrzunehmen sind.

 

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So zeigt das »Whitebook« unter anderem die letzte Galapagos-Schildkröte, oder den selten gewordenen südchinesischen Tiger. Dessen Abbild wurde für den Prägestempel mit 13975 Pfaden grafisch illustriert, anschließend durch Fräsbohrer mit einem Radius von 0,03 Millimeter in Messing geritzt und dann mit einem Druck von 300 Tonnen auf das Papier geprägt. Ergebnis: Ein aufregend puristisches und radikales Druckwerk, das ohne einen Tropfen Farbe auskommt. Die Broschüre ist in einer limitierten Auflage produziert worden und kann unter info-de@arcticpaper.com angefordert werden. Munken Print Cream wird exklusiv von der Igepagroup vertrieben.



Media Mundo – 2. Kongress für nachhaltige Medienproduktion


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Im Rahmen der postprint berlin veranstaltet der Fachverband Medienproduktioner (f:mp.) am 5. und 6. Mai in Kooperation mit der Messe Berlin, ClimatePartner und zahlreichen Partnern aus der Industrie den »2. Media Mundo – Kongress für nachhaltige Medienproduktion« im Palais am Funkturm auf dem Messegelände Berlin.
 

Die Themen »Nachhaltige Medienproduktion«, »Klimaschutz in der Grafischen Industrie« und »Klimafreundliche Drucksachen« bedürfen sowohl in der Kommunikationsindustrie als auch bei Kunden und Auftraggebern einer umfassenden Aufklärung.
 

Das Engagement für Nachhaltigkeit in der Produktion von Medien bietet gleich in doppelter Hinsicht einen Mehrwert: Einerseits gewinnen Unternehmen durch Investitionen in Klimaschutz ein wirksames Argument für die Kommunikation mit Kunden und Investoren. Andererseits werden durch die konsequente Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien auch Produktions- und Kostenvorteile realisiert. Diese entstehen durch effektivere Workflows, effizientere Technologie und die Reduktion von Emissionen, Energie und Verbrauchsstoffen.

 

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In der Keynote des 2. Kongress für nachhaltige Medienproduktion erläutert Prof. Stefan Rahmstorf das »1 x 1 der Klimakrise«. Der renommierte Ozeonograph erforscht am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung vor allem die Rolle der Meeresströmungen bei Klimaänderungen. Prof. Stefan Rahmstorf ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) und in der Academia Europaea. Er ist zudem einer der Leitautoren des 4. IPCC-Berichts.
 

Im Rahmen des Kongresses wird neben der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung der nachhaltigen Medienproduktion in Deutschland dann auch die Frage beleuchtet, was die Auftraggeber der Drucksachen von Agenturen und Druckereien erwarten. In diesem Zusammenhang werden Strategien vorgestellt, durch welche die nachhaltige Medienproduktion zum Innovationsmotor der grafischen Industrie avancieren kann. Ebenfalls auf der Agenda stehen der geschickte Umgang mit Energie und die Betrachtung des Bedruckstoffs als Einflussfaktor.

 

Fragen, die der Kongress beantwortet:
• Wo geht die Reise hin?
• Wie können Unternehmen, die sich bereits engagieren, weiterhin auf dem aktuellen Stand bleiben?
• Welche Erfahrungen gibt es in anderen Branchen?
• Wie kann gemeinsam etwas bewegt werden?

 

Infos für die Teilnahme
Der f:mp. verfügt als Verband zusammen mit seinem Netzwerk aus Partnern und Fördermitgliedern über fundierte, praxisnahe Erfahrungen im Bereich klimaneutraler Medienproduktion und in der erfolgreichen Umsetzung nachhaltiger Geschäftsstrategien.
 

Für die Kongressteilnahme an beiden Veranstaltungstagen fallen 550 Euro an. Darin enthalten sind eine Dauerkarte für die postprint berlin für alle drei Messetage im Wert von 50 Euro sowie die Teilnahme an der Abendveranstaltung des ersten Kongresstages.
Verbandsmitglieder des AGD, BDG, CTVA, FCP, IRD, VSD sowie IPR zahlen eine verminderte Teilnahmegebühr von 450 Euro. Mitglieder des f:mp. und ClimatePartner-Druckereien besuchen den Kongress für 320 Euro.
Für Schnellentschlossene gibt es bis zum 25. März 2010 einen Frühbucherrabatt von 10%.
 

Nimmt mehr als eine Person aus einem Unternehmen an der Veranstaltung teil, profitieren der zweite und jeder weitere Teilnehmer desselben Unternehmens von einem zusätzlichen Rabatt von 15 %. Die genannten Preise beinhalten keine Übernachtungen.
 

Infos und Anmeldung: http://www.mediamundo.biz/kongress/kongress2010/



Gmund Eco Zertifikat


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Ab sofort können Gmund Kunden auf ihren Geschäftsausstattungen, Broschüren, Karten, Flyern und auf der Homepage ihre Umweltfreundlichkeit mit dem GMUND ECO Zertifikats-Logo direkt bezeugen. Das Zertifikat bürgt laut Gmund für die hohen, selbst auferlegten Umweltstandards der Büttenpapierfabrik Gmund und bezieht sich auf die vier Säulen des Umweltschutzes in der Papierindustrie:
 

  • Wasser  – wird auf modernste Weise mit natürlichem Ozon entfärbt
  • Rohstoffe – die gesamte Produktpalette ist FSC zertifiziert
  • Abfall – 99 % der Abfälle, die bei der Produktion anfallen, werden wiederverwertet
  • Energie – bis zu 75 % des Verbrauchs werden intern gewonnen aus Wasser, Sonne und Produktionswärme

Das Logo kann bei Gmund kostenlos angefordert werden.

 



Gmund Act Green jetzt exklusiv bei Römerturm


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Das neue ökologische Sortiment der Büttenpapierfabrik Gmund gibt es jetzt exklusiv bei Römerturm Feinstpapier. Gmund Act Green gibt es in zehn verschiedenen Rezepturen und in Grammaturen von 100 g/m² bis 300 g/m², die alle FSC-zertifiziert sind. Die Qualität Cotton besteht zu 100 % aus Baumwollzellstoff. Cannabis enthält 30 % Hanffasern. Beide Rohstoffe stammen von einjährigen Pflanzen, die sich neben ihrer hervorragenden Ökobilanz durch eine einzigartige Haptik und große Faserfestigkeit auszeichnen.

  

Das Sortiment bietet zwei Qualitäten, die zu 100% recycelt, d. h. ohne jede Beimischung von Frischfasern, hergestellt werden. Damit zeigt Römerturm, wie schön Umweltschutz sein kann: mit hoher Weiße und zarter, büttenmatter Oberfläche. Für Ökobotschafter ist das Papier auch mit dem ECO Wasserzeichen erhältlich. Die Farben Cream, Brown und das noble dunkle Green werden aus FSC-zertifiziertem Zellstoff hergestellt, der aus garantiert nachhaltiger Bewirtschaftung stammt.

 

 



schœner.wærs.wenns.schœner.wær – Blog über Nachhaltiges Design und Drucken


 

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Durch eine Verlinkung auf Papierbotschaft habe ich den Blog von de beiden Berliner Designerinnen Nicole Bednarzyk und Sylke Rademacher entdeckt. In den Artikeln geht es alllgemein um nachhaltiges Design, viele Beiträge drehen sich speziell um Nachhaltigkeit bei der Druckproduktion und Papieren.



Umwelt-Druck-Report von »Druckbesser«


 

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Im Juni berichteten wir bereits über die Umfrage des Portals »Druckbesser« über Wissen über und Akzeptanz von klimaneutral und ökologisch korrekt produzierten Drucksachen. Die Ergebnise sind nun im Umwelt-Druck-Report zusammen gefasst worden. Neben den Umfrageergebnisse gibt es noch eine vielzahl von Artikeln rund um das Thema.

 

Unter dem Motto »Aufklärung für mehr Bewusstsein« soll dieser umfassende Report Drucksacheneinkäufer zu mehr Eigeninitiative motivieren und über die wichtigsten Prozesse, Zertifikate und Labels der Druckbranche aufklären. Druckdienstleister können sich erstmals durch den Report und insbesondere durch die Ergebnisse der Umfrage an konkreten Informationen orientieren. Der Report ist kostenlos als ebook verfügbar und eine Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht.

 

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Gmund investiert in umweltfreundliches Kesselhaus


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Gmund ist bekannt für ihre Bemühungen um nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften. Gmund will seinen Beitrag zum Umweltschutz fortwährend verbessern und so wurde im Juni 2009 das neue Kesselhaus in Betrieb genommen – die bislang größte Einzelinvestition in den aktiven Umweltschutz.
 

Ab jetzt sorgt Erdgas für den nötigen Dampf in der Fabrik. Dank dieser Neuerung vermeidet Gmund 770 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO₂) im Jahr. Der Schwefeldioxidausstoß wird um 98 % und der Stickstoffausstoß um 68 % gesenkt. Der Ausstoß von Feinstaub ist nun nahezu bei null. Mit einem 2-stufigen Wärmetauscher wird der Hauptanteil der Wärme aus dem Abluftstrom zurückgewonnen und zur Erwärmung von Kesselspeisewasser sowie zum Vorwärmen der Verbrennungsluft genutzt. Die Abluft hat dann eine Temperatur von unter 90°C.

 

 



»Grafikdesign nachhaltig« Greenwashing dank unglaubwürdiger Umsetzung


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Das Thema Nachhaltigkeit ist eines der Trendthemen in der gesamten Druckbranche und damit auch im Grafikdesign. Trotzdem wissen viele nicht so recht was sie darunter verstehen sollen bzw.  auch was sie von der ganzen Diskussion halten sollen. Dieses fehlende Wissen zu vermitteln und ein weitergehendes Interesse für eine Auseinandersetzung damit zu schaffen ist Ziel des Buches »Grafikdesign nachhaltig« von Aaris Sherin, das in deutcher Übersetzung im Stiebner Verlag erschienen ist.

  

Die ersten beiden Kapitel des Buches zeigen zunächst auf, was die Autorin unter nachhaltigem Design versteht und warum es notwendig ist. Dabei geht es bei ihr um mehr als nur »grünes Produzieren«, auch soziale Aspekte (Arbeitsbedingungen, Entlohnung) spielen mit in das Konzept. Im dritten Kapitel »Theorie und Praxis des nachhaltigen Grafikdesigns« geht es dann um die Fragen der Papierherstellung und Papierrecyclings, ökologische Gütesiegel (jedoch hier nur die us-amerikanischen und einige international anerkannte wie FSC), Papiere aus anderen Grundstoffen wie Hanf etc. oder Nachhaltigkeit beim Verpackungsdesign. Das letzte Kapitel stellt Designer und Unternehmen vor denen eine umweltorientierte und soziale Ausrichtung wichtig ist.
 

Alles in allem interessante Informationen und Konzepte, schaut man jedoch etwas genauer hin, ist das Buchkonzept und der Verlag nicht glaubwürdig. Wieso?
 

Es ist ja nett Imagebroschüren für Nike mit umweltverträglichen Materialien zu entwickeln und zu produzieren, wenn aber gleichzeitig Nike in Asien über 200.000 Menschen für geringe Löhne und mit massiver Arbeitshetze für sich schuften lässt, ist das mit dem eigenen Anspruch des Buches nicht vereinbar. Wer die Latte so hoch legt, sollte selbst nicht darunter durchlaufen.
 

Das Buch selbst ist auf einem Recycling-Papier von Mohawk gedruckt, das aus einer ökologisch orientierten Papierfabrik stammt, dazu Druckfarben auf Pflanzenfarben und für die Einbandgestaltung wurden Makulaturbogen verwendet. So weit so gut.

Schaut man dann aber ins Impressum zeigt sich meiner Meinung nach die gesamten Absurdität: Printed in China Und man stellt sich unweigerlich die Frage: Ist der lange Transport weg umweltschonend mit dem Paddelboot erfolgt? Und gleich gefolgt von der zweiten Frage: Wie sieht es aus mit den Arbeitsbedingungen, den Löhne etc. in China? Doch um dies noch zu steigern, gibt es dann ein zweiseitige Loblied auf chinesische Druckereien. Nachhaltige Druckproduktion auf den Schultern der Menschen in China?
 

Peter Reichard

 



Nachhaltige Printproduktion – Interview mit Rüdiger Maaß, Geschäftsführer des Fachverband Medienproduktioner e.V.


Ich hatte jetzt die Möglichkeit mit Rüdiger Maaß ein kurzes Interview über Fragen der Nachhaltigkeit in der Printproduktion und die maassAzeptanz bzw. Nichtakzeptanz in der Branche zu führen.

Rüdiger Maaß ist seit 1998 als Geschäftsführer des Fachverband Medienproduktioner e.V. tätig. Neben dieser Tätigkeit arbeitet er erfolgreich als Networker, Fachreferent und Moderator für die Kommunikations-industrie. Er arbeitet seit vielen Jahren als Fachjournalist in der grafischen Industrie. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Chefredakteur der Druckfachzeitschrift Print&Produktion startete er im April 2004 als Herausgeber und Chefredakteur die Kommunikationsplattform »VALUE – Das Magazin für Medienproduktion und Unternehmens-kommunikation«. In dieser Funktion war er bis Anfang 2007 tätig. Seit Februar 2007 ist er neben seiner Geschäftsführertätigkeit beim f:mp. als Unternehmens-, Marketing- und PR-Berater tätig.

 

Warum sollten Medienproduktioner oder auch Designer sich dieser Frage beschäftigen?
Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind keine Trend- oder Hyper-Themen – es sind Themen, die uns nie wieder loslassen und die neue gesellschaftliche Ausprägung in Richtung immaterieller Individualnutzen maßgeblich prägen. Die Zeit des unbewussten Massenkonsums ist vorbei – wir werden in Zukunft sicher bewusster leben, bewusster handeln und bewusster einkaufen. Diese Ausrichtung zeichnet sich schon heute ab – deutlich wird das bei der LOHAS-Zielgruppe, die schnell wächst.
Natürlich haben wir im Umfeld der Medienproduktion – also im gesamten Prozess der Mediengestehung eine maßgebliche Verantwortung für den Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Wir haben jetzt dich Chance das Thema freiwillig zu besetzen und proaktiv in unsere Geschäftsmodelle aufzunehmen. Natürlich haben wir auch jetzt noch die Möglichkeit das Thema mit zu definieren und zu entwickeln. Das finde ich eine tolle Chance. Das betrifft nicht nur die CO2-Vermeidungs- und Reduzierungsberatung, sondern auch die Definition eines neuen Umgangs miteinander. So z.B. den vertrauensvollen Umgang mit Leistungspartnern und deren Wertschätzung. Das schafft Arbeitsplätze, sichert erfolgreiche Geschäftsmodelle und und ist definitiv nicht nur auf den Preiseinkauf ausgerichtet. Nebenbei bemerkt schafft das auch mehr Qualität in der Printkommunikation, denn dadurch wird das Dienstleister-Hopping eingedämmt und wir sprechend wieder über andere Werte und Wertschöpfung in der Medienproduktion.

 

Wie kann man sich am besten selbst einen Überblick verschaffen? Denn allein die unterschiedlichen Zertifizierungen bei Papieren schaffen meist neue Fragen.
Das kann ich gut nachvollziehen. Ehrlich gesagt, ist das Thema noch ganz am Anfang. Wir sind gerade dabei einige Definitionen aufzustellen und wollen damit einen Weg aufzeigen. Hier schätzen wir uns glücklich, dass wir starke Netzwerkpartner wie den WWF, FSC, ClimatePartner, die IPR, VDMA und andere wichtige Institutionen zur Seite haben. Das Thema können wir nur erfolgreich umsetzen, wenn wir Perspektiven und Ziele definieren, das machen wir gerade. Für einen Interessenten zum Thema ist eine Google-Recherche z.B. mehr als überflüssig, denn der Informations-Overflow ist gigantisch – es fehlt die Bewertung der Information. Mit der neuen Branchenplattform Media Mundo haben wir begonnen eine zentrale Informationsplattform zu schaffen – die wird weiter ausgebaut. Jeder der sich einbringen will, kann z.B. unseren neuen Media Mundo-Blog besuchen und bekommt sicher Hilfe und Antworten.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass man im Umfeld der Nachhaltigen Medienproduktion Entscheidungen trifft. Man braucht eine Strategie und diese verlangt Entscheidungen. So ist z.B. unsere Papierempfehlung eine klare Entscheidung für die besten Labels in diesem Umfeld. Recyclingpapier Blauer Engel und danach FSC. Wer anfängt zu »mischen« und eine scheinbare Gleichgültigkeit an den Tag legt, wird von der Zielgruppe schnell abgestraft. Allerdings steht eines fest. Die Entscheidungen bedingen immer Veränderungen!

 

Scheinen nicht auf den ersten Blick nachhaltige Druckproduktion und Druckveredelung ein Widerspruch zu sein?
Auf den ersten Blick vielleicht – aber generell überhaupt nicht. Auch hier sind wir gerade dabei Grundlagen zu schaffen. Betrachten wir das Thema von 2 Seiten: Aus Sicht der reinen Veredelungen können heute Veredelungstechniken und Materialien eingesetzt werden, die nicht immer hoch energetische Prozesse bedingen. Weiterhin müssen wir lernen, eine neue Form der Veredelungsberatung zu etablieren. Ich meine damit nicht auf Teufel komm raus zu veredeln, sondern eine »angemessene Veredelung« einzusetzen. Das bedeutet dann ggf. nur eine Spot-Lackierung auf der Titelseite usw. Weiterhin können Veredelungen eingesetzt werden, die teilweise vernachlässigt werden, denken Sie nur mal an das Thema Formen, Optik und Haptik durch kreative Falzungen, Stanzungen und Prägungen.
Der 2. Ansatz ist sicher ebenso einleuchtend. Wenn man eine normal gedruckte Broschüre mit einem »Kommunikationswert« 1 belegt, wird deutlich, dass eine veredelte Broschüre mit dem gleichen Inhalt einen Mehrwert bietet, interessanter ist und für die Besitzer eine höhere Begehrlichkeit weckt. Somit bekommt das veredelte Druckprodukt einen höheren Kommunikationswert und ist somit nachhaltiger, weil es öfter benutzt wird. Aber auch hier fehlen noch empirische Zahlen, hier sind Forschungsergebnisse für die Zukunft gefragt.

 

Wie schätzen Sie die Akzeptanz der Branche für nachhaltig produzierte Printmedien ein?
Die einen sagen so, die anderen so… Im Ernst: Es gibt Druckereien, die »Klimaneutrale Druckprodukte« anbieten, nur weil die Kunden es verlangen, das ist für mich reines Green-Washing – was aber letztendlich nur bedingt verwerflich ist, denn letztlich ist das laut Kyoto-Protokoll auch Klimaschutz. Aber das ist sicher nicht unser Ansatz. Auf der anderen Seite gibt es eine Menge Druckereien, die das Thema leben und quasi damit geimpft sind. Das macht Spaß, denn hier sieht man auch, dass diese Leistungspartner auf einer neuen Kommunikationsebene mit dem Kunden stehen. Denn dadurch wird auch die Preissensibilität der Kunden in den Hintergrund gerückt. Das ist keine Theorie, sondern gelebte Praxis.
Über die Branche gesehen sieht das ungefähr so aus: die Meisten sind Verweigerer, weil sie kein Interesse haben, das Thema mit zu gestalten, dann gibt es Interessenten, die aufgeschlossen sind, aber mit der Verfügbarkeit der Lösungen noch hadern, dann gibt es Green-Washer, die ihren Kunden gerecht werden wollen und natürlich die Überzeugungstäter.
Ich wünsche allen Überzeugungstätern, dass sie mit Ihrer Entscheidung ein deutliches Differenzierungskriterium schaffen und damit sehr erfolgreich sind. Wenn das Schule macht, können wir als Branche mit gutem Beispiel voran gehen.

 

Vielen Dank für das Interview.

 

Peter Reichard
 



Spickenzettel Umwelt von Deutsche Papier


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Nach den beiden Infobroschüren »musterknabe« und »naturburschen« legt Deutsche Papier mit einer erweiterten Zusammenfassung der beiden unter dem Namen »naturburschen« erschienen Broschüren informativ nach.

Mit dem »spickzettel – Umwelt« präsentiert Deutsche Papier Kompaktwissen im praktischen Hosentaschenformat.
Eine Großteil der Infofolder sind mit einem Loch in der linken oberen Ecke versehen. Als Gimmick stellt Deutsche Papier transparente Saugnäpfe mit Kunststoffhaken zur Verfügung. Eine unkonventionelle, platzsparende und witzige Art, um den »spickzettel« griffbereit direkt am Arbeitsplatz aufhängen zu können.

Wie die bisherigen Broschüren ist der »spickzettel« auch Druckmuster, diesmal parallel für die FSC-Qualitäten Explorer (160g/m²), ON Business (160g/m²) und Job Parilux (150g/m², halbmatt).

Jetzt anfordern unter spickzettel@deutsche-papier.de

 

Peter Reichard